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Olinia 2: Mexiko stellt E-Lastfahrzeug aus heimischer Produktion vor
Der elektrische Kleinlaster soll Ende 2027 auf den Markt kommen und für Familien erschwinglich sein. Eine Herausforderung stellt die Batteriefertigung dar.
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Die mexikanische Regierung hat Ende vergangener Woche den Prototypen des ersten E-Lasters aus heimischer Produktion präsentiert. Er wurde für kleine Betriebe, Händler und Lieferfahrer entwickelt, die Waren und Ausrüstung innerhalb von Städten und Gemeinden transportieren müssen. Der Olinia 2 oder Olinia Carga, der eine Nutzlast von bis zu 650 Kilogramm transportieren kann und eine Reichweite von 120 Kilometern haben wird, soll ab Ende nächsten Jahres in den Handel kommen.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo sagte bei der Vorstellung im Innenhof des Nationalpalastes in Mexiko-Stadt, Ziel sei die Entwicklung eines speziell auf die Bedürfnisse mexikanischer Familien zugeschnittenen Elektrofahrzeugs – mit großer Reichweite, niedrigen Produktionskosten und erschwinglichen Wartungskosten. Laut einem Bericht der mexikanischen Tageszeitung La Jornada soll der Kleinlaster 150.000 Pesos (rund 7.600 Euro) kosten.
Das neue Fahrzeug soll die Lücke zwischen Motorrädern mit ihrer begrenzten Ladekapazität und herkömmlichen leichten Nutzfahrzeugen mit höheren Anschaffungs- und Betriebskosten schließen. Aufgrund seiner Abmessungen ist der Olinia Carga für kurze Strecken mit niedriger Geschwindigkeit im innerstädtischen Verkehr geeignet.
Anfangs sollen 10.000 Einheiten pro Jahr produziert werden, erklärte Projektleiter Roberto Capuano Tripp. Durch strategische Allianzen mit nationalen und internationalen Partnern könnten jedoch bis zu 50.000 Fahrzeuge jährlich gebaut werden, so Capuano weiter. Ein entsprechendes Projekt will die Regierung im September ausschreiben.
„Wir werden Partner mit Industrieerfahrung suchen, die eine langfristige Vision zur Wertschöpfung in Mexiko einbringen können. Das Ziel ist klar: ein solides Unternehmen mit mehrheitlich mexikanischem Kapital aufzubauen, das diese Fahrzeuge in unserem Land produzieren kann“, sagte die Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Innovation Rosaura Ruiz.
Eine der Herausforderungen stelle die Batterieproduktion für die Fahrzeuge dar, räumte Präsidentin Sheinbaum ein, da „die Produktionskapazitäten derzeit nicht ausreichen“. Sie betonte jedoch, dass die Batterien im Inland montiert werden könnten und die Produktionsketten schrittweise ausgebaut würden. Laut Capuano machten die Batteriekosten 40 Prozent des Fahrzeugwerts aus.
Anfang Juni hatte Sheinbaum den Olinia 1 als erstes Elektroauto aus nationaler Produktion und „Keimzelle einer neuen nationalen Industrie und eines neuen Innovationsökosystems“ vorgestellt. Der elektrische Kleinwagen soll ab dem Sommer nächsten Jahres auf den Straßen Mexikos zu sehen sein.
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