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Parallels 27 ist da: Profi-Windows-Apps laufen schneller
Der Virtualisierungsspezialist Parallels liefert pünktlich zu macOS 27 ein Update aus. Erneut gibt es Verbesserungen unter der Haube. Der Intel-Support ist weg.
Parallels Desktop 27: Windows flotter, Verbesserungen unter der Haube.
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Parallels, mittlerweile wieder getrennt von Corel und Teil der Investmentgesellschaft KKR, hat sein jährliches Update von Parallels Desktop für den Mac veröffentlicht. Die Virtualisierungssoftware kommt mit einigen Verbesserungen, die vor allem interner Natur sind. Kunden, die die App abonnieren, erhalten sie direkt über die Update-Funktion. Eine der zentralen Neuerungen: Parallels Desktop 27 ist nun eine Anwendung, die nur noch auf Apple Silicon läuft, ähnlich wie das bei macOS 27 alias Golden Gate der Fall ist, das im Herbst erscheint. Damit werden einige alte Zöpfe abgeschnitten, die auf Macs mit ARM-Chip allerdings sowieso oft nicht mehr vorhanden waren.
Der Softwarehersteller, der seinen Sitz mittlerweile in Schaffhausen in der Schweiz hat, kündigte weiter an, dass für Intel-Nutzer zumindest „periodische Sicherheits- und Kompatibilitätsaktualisierungen“ für Parallels Desktop 26 in Vorbereitung sind. Angaben dazu, wie lange dieser Support weiterlaufen wird, wurden zunächst nicht gemacht. Im Rahmen der Apple-Silicon-Umstellung fällt auch die Unterstützung für Boot Camp weg, also die Möglichkeit, eine auf dem Mac vorhandene Apple-Boot-Camp-Installation zu einer virtuellen Maschine zu machen. (Da es Boot Camp für Apple Silicon nie gab, dürfte das die Kundschaft kaum stören.)
Entfallen ist außerdem der sogenannte Travel-Mode, der im Batteriebetrieb eines MacBook Strom sparen sollte, aber bereits seit Parallels Desktop 19.3.0 nicht weiterentwickelt worden war. Die klassische Version von Outlook (Classic Outlook) zeigt die Anzahl der eingegangenen E-Mails nicht mehr im Icon an und kann über diese auch nicht mehr benachrichtigen, Microsoft hat die Software allerdings bis 2029 abgekündigt. Umgebaut wurden auch die Parallels-Desktop-Sicherheitseinstellungen, die nur noch Enterprise-Edition-Admins zur Verfügung stehen; Parallels gibt an, dass man Privatnutzer User-Accounts und virtuelle Maschinen „mit Standard-Authentifizierungs-Methoden“ schützen solle. Zurückgebaut wurde außerdem die „Shared Bluetooth“-Funktionalität. Bluetooth-Geräte unter macOS sollen weiterarbeiten, der Direktanschluss (ohne Mac-Nutzung) soll aber nun einen USB-Bluetooth-Dongle bedingen. Wie sich das in der Praxis auswirkt, muss sich erst zeigen.
Die Hauptneuerungen in Parallels Desktop 27 sind die Unterstützung von SME-CPU-Funktionen für M4- und M5-Chips (Scalable Matrix Extension), die unter Windows und Linux etwa bei KI-Inferenz-Nutzungen helfen. Es wurden verschiedene Sicherheitslücken im virtuellen Netzwerk-Stack und der virtuellen GPU-Umsetzung samt VirtIO-Subsystem geschlossen; ob diese auch in Parallels Desktop 26 gefixt werden, blieb zunächst unklar. Unter Windows gibt es neue OpenGL-Treiber über die Metal API (OpenGL 4.3, was ab M3 eine bis zu 2,6fach schnellere Benchmark-Leistung verspricht.)
Bei Linux-VMs werden nun direkt Ubuntu 26.04 (inklusive x86_64-Emulation), Fedora 44, Debian 13.6 und Kali 2026.2 unterstützt. Ubuntu-VMs lassen sich per Terminal über die Parallels Tools aktualisieren. Die Enterprise Edition ist „ARM SystemReady SR 3.1 (VE band)“-zertifiziert. Parallels Desktop ist ab 55 Euro pro Jahr im Abo beziehungsweise 190 Euro als Einzelkauf zu haben. Die Pro-Edition beginnt bei 65 Euro (von 120 Euro heruntergesetzt), die Business-Edition bei etwa 98 Euro (150 Euro Standardpreis), beides jeweils im Jahresabo.
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