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Aufbruchstimmung in Syrien nach Auflösung von kurdischem Militärbündnis
Die USA haben Syrien von der Terrorliste genommen, das kurdisch geführte Militärbündnis SDF löst sich auf: Das Land ist in Bewegung. Die Kurden wollen nun für weitreichende Minderheitenrechte kämpfen.
Es ist das Ende eines langen Kapitels. Die kurdisch geführten Demokratischen Kräfte Syriens, kurz SDF, haben ihre Auflösung bekanntgegeben. Der syrische Kurdenführer, Maslum Abdi, verkündete am Abend in Damaskus das "Ende des Einsatzes der SDF".
Nach der Abstimmung mit Präsident Ahmed al-Scharaa und dem Abschluss der Integration der Streitkräfte in die syrische Armee "geben wir hiermit das Ende der militärischen Mission der SDF bekannt und erklären in voller Verantwortung deren Auflösung als eigenständige militärische Kraft".
Jahrelang waren die SDF maßgeblich am Kampf gegen die Terrororganisation IS, den sogenannten Islamischen Staat, beteiligt. Sie galten als enge Verbündete der USA in der Region und Vorkämpfer gegen die Dschihadisten in Syrien.
Zwischenzeitlich verfügten sie über rund 100.000 Kämpfer - Kurden und Araber. Die kurdisch geführten Kräfte kontrollierten im Nordosten Syriens jahrelang ein großes Gebiet und hatten sich dort eine Selbstverwaltung aufgebaut.
Der Schritt war schon länger geplant, doch Streit über die Umsetzung hatte ihn bislang verzögert.
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Nach dem Sturz von Langzeitdiktator Assad wandten sich die USA dem neuen Machthaber Syriens, al-Scharaa, zu. Und der machte unmissverständlich deutlich, dass er keine zweite Armee, keine separatistischen Bewegungen dulde.
Anfang des Jahres gab es heftige Gefechte zwischen den Regierungstruppen und den Kurden. Dabei wurden die SDF massiv zurückgedrängt und stimmten schließlich einem Abkommen zu, das die kurdische Verwaltung in den syrischen Staatsapparat integriert.
Die jetzt erklärte Auflösung der SDF und der kurdischen Selbstverwaltung gilt als entscheidender Schritt für die Umsetzung des Abkommens - Maslum Abdi erklärte erst auf Arabisch, dann auf Kurdisch:
Fast zwei Jahre nach Ende des Bürgerkriegs wurde Assad für seine Verbrechen zum Tode verurteilt.
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