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Stupid Never Dies: "Wir haben uns mehr auf die Funktion eines Zombies konzentriert als auf Horror" - Eiichiro Sasaki im Interview
Der Director des Punk-Action-RPGs erklärt, warum das neue Spiel von GPTrack50 auf ein Lock-on-System verzichtet und Chainsaw Man als Inspiration diente
Stupid Never Dies ist das erste Spiel von einem neuen Studio namens GPTrack50. Der Gründer selbst dürfte euch aber nicht allzu fremd sein, den der Gründer ist der ehemalige Capcom-Produzent Hiroyuki Kobayashi (Resident Evil, Devil May Cry, Dragon's Dogma).
Eiichiro Sasaki (Director) und Genseki Tanaka (Art Director) sind zwei echte Gaming-Veteranen. Eiichiro Sasaki war unter anderem federführend für die Entwicklung von Resident Evil 6 und Outbreak zuständig, wirkte aber auch schon 98 in alten JoJo's-Bizarre-Adventure-Spielen mit. Genseki Tanaka hingegen prägte die visuelle Seite von Far Cry 3 und 4 sowie Need For Speed: ProStreet und Undercover. Gemeinsam arbeiten sie jetzt an ihrem Erstlingswerk, dem 3D-Action-Spiel Stupid Never Dies.
Stupid Never Dies ist ein lupenreines Action-RPG im bunten Punk-Look. Ihr könnt euch das vorstellen wie ein sehr hochpoliertes Roguelike mit einem schnellen Action-Echtzeitkampf, energischer Rockmusik und aufwendigem Upgrade-System des eigenen Körpers, wie etwa bei Cyberpunk. Ihr kämpft euch also durch Dungeons, erhaltet ausgefallene Fähigkeiten, sterbt erstmal, nehmt dadurch paar zusätzliche Erfahrungspunkte mit und verbessert euren Protagonisten danach in seiner Basis. Da dieser ein Zombie ist, könnt ihr alles Mögliche an ihn schrauben, damit er im nächsten Versuch erfolgreicher ist. Ziel ist es, zur letzten Ebene zu kommen, um die verstorbene Freundin "Julia" des Hauptcharakters zu retten.
Dieses Interview führte ich auf der Gamescom mit Eiichiro Sasaki, Director von Stupid Never Dies. Auch Art Director Genseki Tanaka war vor Ort und verschaffte mir ein paar Einblicke in die Gedankenwelt hinter seiner Kunst. Während ich selbst zum Spielen kam, erklärte mir zudem das Gameplay. Mehr dazu, wie sich der Titel anfühlt und ob es einen längeren Blick wert ist, bekommt ihr in den nächsten Wochen, aber ich kann euch schon mal sagen: Stupid Never Dies wird mich noch sehr lange beschäftigen.
Eurogamer.de: Als ich den Trailer zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an die sogenannte "Scene"-Subkultur, die in den 2000er Jahren sehr populär war. Hat dich dieser Artstyle inspiriert?
Eiichiro Sasaki: Ja, definitiv. Ich liebe Punkrock schon seit meiner Kindheit. Das Design ist stark von Punkrock-CD-Covern inspiriert – besonders von den lebhaften Farben und der Collage-Ästhetik. Diese Elemente haben die Gestaltung des Spiels maßgeblich geprägt.
Eurogamer.de: Und wie passt das Zombie-Thema in dieses Gesamtbild?
Eiichiro Sasaki: Ich glaube, erst durch die Zombies ist diese einzigartige Welt überhaupt entstanden. Unser Studioleiter Kobayashi und ich sind beide riesige Zombie-Fans. Gerade weil wir sie so mögen, wollten wir völlig neue Eigenschaften in das Genre bringen und eine Art von Zombie erschaffen, die man so noch nicht gesehen hat. Das war der eigentliche Startpunkt des Projekts.
Eurogamer.de: Als ihr das Spiel angekündigt habt, stand auch euer neues Studio im Fokus. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie es entstanden ist, wie deine persönliche Verbindung dazu zustande kam und wie ihr schließlich bei NetEase gelandet seid?