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Taliban auf Mission in Deutschland - Abschiebungen vorbereiten
Die Taliban haben nach NDR-Informationen in dieser Woche eine Delegation nach Deutschland geschickt. Die Diplomaten sollen drei Wochen im Land bleiben und Abschiebungen nach Afghanistan vorbereiten.
Es ist bisher praktisch eine geheime Mission - vollkommen unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit. Die drei Taliban sind nach NDR-Informationen am Mittwoch in Deutschland eingetroffen. Nach ihrer Abreise aus Kabul hatten sie zuvor einen Stopp in Katar gemacht. An der dortigen deutschen Vertretung wurden ihnen Visa für Deutschland ausgestellt, die eine Gültigkeit von 30 Tagen haben. Derzeit hält sich die Gruppe an der afghanischen Botschaft im Berliner Stadtteil Grunewald auf.
Kommende Woche sollen die Männer weiterreisen - nach Bonn und nach München, wo es afghanische Generalkonsulate gibt. Das Auswärtige Amt bestätigte auf NDR-Anfrage am Freitagabend die Anwesenheit der Taliban-Delegation. Die Mission stehe im Zusammenhang mit weiteren Abschiebungen afghanischer Staatsbürger nach Afghanistan.
Es gehe darum, Dokumente auszustellen, die die Taliban anerkennen. "Um diese technischen Voraussetzungen zügig zu schaffen," heißt es nun aus dem Auswärtigen Amt, sei kurzzeitig "ein technisches Unterstützungsteam" eingereist.
Die Bundesregierung plant mehr Abschiebeflüge nach Afghanistan. Dafür gab es Zugeständnisse an die Taliban.
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Bereits im vergangenen Jahr waren zwei Konsularbeamte der Taliban nach Deutschland eingereist. Einer von ihnen leitet nach NDR-Informationen mittlerweile faktisch die afghanische Botschaft in Berlin, ein zweiter das Generalkonsulat Afghanistans in Bonn.
Laut Bundesregierung sei ihre Aufgabe, konsularische Dienstleistungen für Auslandsafghanen sicherzustellen und Abschiebungen nach Afghanistan zu erleichtern, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart worden waren.
Exklusiv
21.11.2025
Nach ARD-Informationen soll Bargeld in afghanischen Vertretungen gesammelt und nach Kabul geschickt werden.
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Den Recherchen zufolge kamen die beiden Radikalislamisten vergangenes Jahr aber auch mit einer eigenen Agenda nach Deutschland: Sie sollten die bisher in Deutschland tätigen afghanischen Diplomaten verdrängen, die noch von der früheren Regierung entsandt worden waren, und die afghanischen Missionen damit auf Linie bringen.