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macOS: CoreEQ bringt systemweiten Equalizer ohne virtuellen Audiotreiber
von Carsten Knobloch
29. Aug. 2026 |
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macOS bringt ab Werk nach wie vor keinen systemweiten Equalizer mit, um den Klang über alle Apps und Ausgabegeräte hinweg anzupassen. Wer YouTube, Musik-Streaming, Games oder Video-Calls klanglich abstimmen möchte, musste bisher meist zu Tools wie eqMac oder SoundSource greifen, die allerdings auf eigene virtuelle Audiotreiber im System setzen. Mit CoreEQ steht nun ein kostenloses Open-Source-Projekt bereit, das einen anderen Weg einschlägt.
Die App nutzt direkt Apples moderne Core Audio Process-Tap-API. Der Vorteil: Es müssen keine Treiber in /Library/Audio installiert werden, ein Neustart entfällt und sobald man die App beendet, läuft der Ton sofort wieder über den gewohnten Standardpfad von macOS.
Funktionell bietet CoreEQ unter anderem:
– Einen 11-Band-Grafik-Equalizer sowie bis zu 16 parametrische Bänder mit frei wählbarer Frequenz, Gain und Q-Faktor
– Live-Frequenzkurve mit dahinterliegendem Spektrumanalysator
– 22 mitgelieferte Voreinstellungen samt automatischem Vorverstärker (Auto-Preamp) zum fairen Lautstärkeabgleich beim Umschalten
– Gerätebezogene Profile, sodass Einstellungen automatisch wechseln, sobald ihr beispielsweise Kopfhörer einstöpselt
– Schnellzugriff auf Bass, Mitten und Höhen direkt über die Menüleiste
CoreEQ ist komplett kostenlos unter der Apache-2.0-Lizenz auf GitHub verfügbar, sammelt keinerlei Telemetriedaten und benötigt keine Benutzerkonten. Vorausgesetzt wird mindestens macOS 14.2. Die Installation klappt wahlweise manuell über das GitHub-Repository oder bequem via Homebrew:
Da die App aktuell noch nicht von Apple notarisiert ist, müsst ihr beim ersten Start in den macOS-Systemeinstellungen unter Datenschutz & Sicherheit einmalig den Zugriff erlauben.
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