// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
GrapheneOS: Probleme beim Pixel 11, Entwickler raten vom Kauf ab
von Carsten Knobloch
30. Aug. 2026 |
1
Wer auf erhöhte Sicherheit und Privatsphäre in der Android-Welt setzt, greift vielleicht gerne zur Kombination aus Google-Hardware und GrapheneOS. Beim neuen Pixel 11 gibt es nun allerdings massive Probleme: Wie das Entwicklerteam mitteilt, konnte man nach einer Woche Arbeit zwar einen teilweisen Port fertigstellen, ein vollständiger Abschluss scheitert jedoch an fehlender Unterstützung für ARM-Hardware-Speichertagging (MTE). Google scheint die wichtige Sicherheitsfunktion bei der Pixel-11-Reihe aus Kostengründen in Software, Firmware und sehr wahrscheinlich auch in der Hardware gestrichen zu haben.
Für das Projekt sei das ein harter Einschnitt. GrapheneOS setzt MTE tief im Basissystem und Kernel ein, um das System gegen Remote- und lokale Exploits abzusichern. Während die Funktion seit dem Pixel 8 an Bord war und Apple beim iPhone 17 mit Memory Integrity Enforcement (MIE) voll darauf setzt, geht Google beim Pixel 11 einen Schritt zurück. Zwar bringt das neue Modell Verbesserungen wie den Titan M3 und Post-Quantum-Bootmechanismen mit, das Fehlen von MTE reißt laut den Entwicklern aber eine spürbare Lücke bei der Sicherheit nach dem ersten Entsperren (AFU).
Das Team rät GrapheneOS-Nutzern daher aktuell ausdrücklich vom Kauf der Pixel-11-Geräte ab. Die Generationen Pixel 8, 9 und 10 bieten durch MTE die deutlich bessere Gesamtsicherheit. Die Entwickler prüfen nun, die Pixel-11-Serie komplett zu überspringen und den Fokus stattdessen auf kommende Hardware-Partner wie Motorola und den Snapdragon 8 Elite Gen 5 zu richten.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.