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NASmeister: Rundum erneuerte iOS-App fürs Synology-NAS
von Carsten Knobloch
30. Aug. 2026 |
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Kleiner Hinweis für alle mit einem Synology-NAS und einem iPhone: NASmeister gibt es zwar schon seit 2017, seit Version 2.4 vom 19. August spricht die App aber endlich Deutsch. Bislang musste man mit einer englischen Oberfläche leben, das ist jetzt vorbei. Der Entwickler hat die App zuletzt nach sechs Jahren Pause komplett neu geschrieben, Version 2 ist technisch also eine echte Neuentwicklung und keine geflickte Altlast.
Der Kern ist ein Dashboard aus Kacheln, die ihr selbst anordnen, in der Größe verändern und auf mehrere Seiten verteilen könnt. Damit habt ihr CPU, RAM, Netzwerk und Speicher im Blick, dazu den Laufwerkszustand mit S.M.A.R.T.-Werten, Temperatur und verbleibender Lebensdauer, Speicherpool und RAID-Status, USV, Protokoll-Center, Benutzer, Aufgabenplaner, DSM-Aktualisierung, Container, virtuelle Maschinen und Dateien. Ein paar Aktionen sind auch drin: Wake-on-LAN, Neustart und Herunterfahren sowie das Starten einer geplanten Aufgabe.
Die App spricht direkt mit der DSM-API unter genau der Adresse, die ihr eintragt, und meldet sich mit eurem eigenen DSM-Konto an. Ein Konto beim Entwickler oder einen zwischengeschalteten Server gibt es nicht. Wer erst mal ohne NAS reinschauen will, kann den Demo-Modus mit Beispieldaten nutzen, also die komplette App ohne Verbindung.
Zum Preismodell: Für ein NAS, ausschließlich mit den Live-Werten, ist NASmeister kostenlos und ohne Zeitlimit. Mehrere NAS, die übrigen Module und der Verlauf sind Pro, wahlweise als Abo oder als Einmalkauf. Aus meiner Warte: Würde ich professioneller mit meinem Synology-NAS arbeiten, würde ich es vermutlich nicht am Handy über eine Dritt-App machen.
Zumal ich nicht 3 Euro monatlich oder 20 Euro jährlich beziehungsweise einmalig 40 Euro dafür ausgeben würde. Aber das ist nur meine Sicht der Dinge, vielleicht ist es ja bei euch anders und diese App ist genau das, was euch fehlt. Und auch ein kleiner Seitenhieb auf Synology selbst: Das bekommt sogar Ugreen App-technisch besser hin.
Mittlerweile ist eine neuere Version erschienen, die noch mehr mitbringt. Mit der neuen Version lassen sich diverse Hardware-Einstellungen des NAS direkt über die App anpassen. Dazu gehören Vorgaben für die Lüftergeschwindigkeit, das Stummschalten des internen Summers samt Übersicht über die Signal-Ereignisse sowie die Helligkeitsregelung oder komplette Deaktivierung der Status-LEDs bei unterstützten Modellen inklusive Zeitplan.
Bei den installierten Paketen zeigt die App ab sofort auf einen Blick an, für welche Anwendungen Aktualisierungen bereitstehen, und erlaubt den direkten Zugriff auf die jeweiligen Versionshinweise. Auch beim Thema Datensicherung legt das Update nach: Eine neue Kachel für Hyper Backup informiert im Nur-Lese-Modus über den Status des letzten Backups, den nächsten anstehenden Durchlauf, Speicherziele, Größen und die letzte Integritätsprüfung.
Wer eigene Auswertungen auf dem Dashboard sehen möchte, kann dafür eine neue Custom-URL-Kachel nutzen, die reinen Text von einer frei wählbaren Adresse darstellt. Fünf Beispielskripte für das NAS liefert der Entwickler direkt mit. Weiterhin lassen sich einzelne Dashboard-Kacheln ab sofort per Face ID oder Passcode absichern. Kacheln für Speicher, Speicherpools, Festplattenzustand oder Netzwerk können gezielt an einzelne Volumes, Pools oder Schnittstellen gebunden werden.
Eine Übersicht der Top-Prozesse schlüsselt zudem die größten CPU- und Arbeitsspeicher-Verbraucher auf. Im Bereich Container gibt es nun einen direkten Update-Button zum Ziehen neuerer Images sowie einen Filter für aktuell laufende Instanzen. Abgerundet wird die Aktualisierung durch verbesserte VoiceOver-Unterstützung, neue breite 4×1-Kacheln für Speicher und RAM, die automatische Anpassung an die Gerätesprache inklusive kroatischer Lokalisierung sowie eine klarere Platzierung des einmaligen Lifetime-Kaufs im Kaufmenü.