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Chinesischer Speicherhersteller CXMT verklagt Pentagon wegen schwarzer Liste
CXMT steht auf der schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums. Das hemme die Geschäfte. Jetzt geht der chinesische Chiphersteller gerichtlich dagegen vor.
Der chinesische Speicherhersteller CXMT hat in den USA eine Klage gegen das Pentagon eingereicht, um sich von der schwarzen Liste der US-Regierung nehmen zu lassen. CXMT ist dort wegen angeblicher Beziehungen zum chinesischen Militär aufgeführt. Das Unternehmen bestreitet dies und erklärt, ihre Chips sind für zivile, nicht für militärische Zwecke bestimmt. Die Klage führt auch US-Kriegsminister Pete Hegseth als Beklagten auf.
CXMT (ChangXin Memory Technologies) ist nicht die erste namhafte chinesische Firma, die sich gerichtlich gegen diese Blacklist der USA wehrt. Schon im Juni hatte das chinesische Technik- und Onlinehandelsunternehmen Alibaba die US-Regierung verklagt, um die Einstufung des Pentagon rückgängig zu machen. Zwar haben auf der schwarzen Liste geführte Firmen keine Sanktionen zu fürchten, aber es schränkt mögliche Geschäfte mit dem US-amerikanischen Militär und finanzielle Unterstützung für Forschungsprojekte ein.
Zudem würde die Blacklist der Reputation der Unternehmen schaden, wie sowohl Alibaba als auch CXMT betonen. Die Geschäfte würden darunter leiden. Der Speicherhersteller bezeichnet die Einstufung laut chinesischer Medien als willkürlich und als Verletzung des ordnungsgemäßen Verfahrens. Deshalb wurde das US-Bezirksgericht für den District of Columbia, wo das Pentagon sitzt, angerufen, um CXMT von der schwarzen Listen löschen zu lassen.
"CXMT ist kein Militärunternehmen und hat keine Verbindung zum chinesischen Militär", heißt es laut Bloomberg in einer Stellungnahme der Firma. "Seit der ursprünglichen Listung im Januar 2025 hat CXMT fortlaufend Rufschädigungen und wirtschaftliche Nachteile erlitten. Das Unternehmen verfolgt dieses Verfahren, um seinen Ruf und seine geschäftlichen Interessen zu schützen."
Der Chiphersteller betont gleichzeitig, dass die Blacklist den täglichen Betrieb nicht beeinträchtigt. Das zeigte sich bereits Ende Juli, als CXMT als größter chinesischer Speicherhersteller mit einem Knall an die Börse kam. Durch einen rasanten Kursanstieg direkt zum Börsengang wurde CXMT fast zur wertvollsten chinesischen Firma. Der erste Quartalsbericht Ende letzter Woche weist für das erste Halbjahr mehr als den doppelten Umsatz aus, als CXMT im ganzen letzten Jahr verzeichnen konnte.
Ziel der Klage CXMTs dürfte deshalb sein, den eigenen Ruf zu verbessern. Denn nachdem Apple RAM von dem chinesischen Hersteller getestet hatte, um dieses eventuell für China-Modelle des iPhones einzusetzen, wollten US-Senatoren Apple vom Kauf abhalten. Schließlich machte auch die US-Regierung Druck auf Apple wegen RAM aus China. Zwar kann die US-Regierung Apple deswegen nicht sanktionieren, aber eine Entfernung CXMTs von der Blacklist könnte den politischen Druck mindern.
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