// COMPUTERBASE — MODA & SOCIETÀ
Commodore-Comeback: Alien Breed kehrt nach 35 Jahren zurück
35 Jahre nach dem ersten Alien Breed bringt Commodore die sechs Spiele der ursprünglichen Amiga-Ära auf aktuelle Plattformen. Die Alien Breed 35th Anniversary Collection erhält neben einer modernen Steuerung neue Spielmodi, Online-Koop und ein virtuelles Museum.
Mit der Alien Breed 35th Anniversary Collection kehrt nicht nur eine bekannte Amiga-Serie zurück. Die Sammlung markiert zugleich Commodores Wiedereinstieg in das Geschäft als Spiele-Publisher. Seit der Wiederbelebung der Marke im vergangenen Jahr konzentrierte sich das Unternehmen zunächst vor allem auf neue Hardware mit Retro-Bezug.
Für das Comeback arbeitet Commodore mit Team17 und Antstream zusammen. Die Rechte an Alien Breed liegen weiterhin bei Team17, während Antstream für die technische Umsetzung der Sammlung verantwortlich ist. Commodore übernimmt die Rolle des Publishers. Mit dem gleichnamigen Streamingdienst von Antstream ist die Veröffentlichung nicht verbunden; die Spiele werden regulär zum Download angeboten und benötigen keine dauerhafte Internetverbindung.
Enthalten sind alle sechs Spiele der ursprünglichen Amiga-Ära:
Das erste Alien Breed erschien 1991 für den Amiga und verband Science-Fiction-Horror mit einem aus der Vogelperspektive dargestellten Shoot ’em up. Spieler mussten verwinkelte Raumstationen erkunden, Schlüsselkarten finden und sich gegen immer neue Alien-Wellen behaupten. Die beiden abschließenden Teile wechselten Mitte der 1990er-Jahre in die Ego-Perspektive.
Ganz unberührt blieb die Serie seitdem allerdings nicht: Team17 veröffentlichte 2009 und 2010 bereits eine modernisierte Alien-Breed-Trilogie. Die jetzt angekündigte Jubiläumssammlung konzentriert sich dagegen ausdrücklich auf die sechs Spiele der ersten Ära.
Die Originalspiele sollen in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben, werden aber um verschiedene Komfortfunktionen erweitert. Dazu zählen eine moderne Dual-Stick-Steuerung für die 2D- und 3D-Titel, Speicherstände, Bildschirmfilter, Controller-Vibration und anpassbare Grafik- und Audioeinstellungen. Für Alien Breed 3D und dessen Nachfolger verspricht Antstream zudem deutlich höhere Bildraten sowie eine Steuerung mit Maus und Tastatur.
Neu sind außerdem ein Horde-Modus und der online spielbare Rush-Modus. Im Rush-Modus dürfen Spieler gemeinsam gegen die Alien-Wellen antreten, wobei es weder Speicherstände noch Continues geben soll. Zusätzlich bleiben die ursprünglich unterstützten lokalen Koop-Modi erhalten. Auf Steam wird darüber hinaus plattformübergreifender Mehrspieler-Support genannt.
Über die eigentlichen Spiele hinaus enthält die Sammlung ein virtuelles Museum. Dort werden unter anderem ursprüngliche Verpackungen, Werbematerialien, Soundtracks, Konzeptzeichnungen und Interviews mit den damaligen Entwicklern gezeigt.
Teil des Archivs sind auch Unterlagen zu Projekten, die nie veröffentlicht wurden. Dazu gehören eine für Sonys PlayStation Portable geplante Umsetzung von Alien Breed und ein eingestelltes Echtzeitstrategiespiel. Neben Konzeptzeichnungen sollen auch Designdokumente und frühe Videoaufnahmen dieser Projekte enthalten sein.