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KI-Update kompakt: Gemini Omni Flash, WikiSkill, Apple-Support, DLSS-5
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Google hat sein Video-Modell Gemini Omni Flash auf Version 1.1 aktualisiert. Anders als klassische Videomodelle erzeugt Omni Flash keine Clips aus einem einzigen Prompt, sondern fungiert als Steuerungsebene. Die neue Version nutzt bei der Verlängerung bestehender Szenen jetzt zehn Sekunden Vorlauf als Kontext, statt bisher einer. Farben, Bewegungen und Stil bleiben dadurch stabiler. Clips lassen sich in Zehn-Sekunden-Schritten auf bis zu 40 Sekunden strecken.
Neu ist auch, dass Nutzer Start- und Endbild vorgeben können und die KI den Übergang erzeugt, etwa für Kameraschwenks oder nahtlose Loops. Vorschauen in 360p laufen 60 Prozent schneller und kosten nur ein Drittel der bisherigen 720p-Variante. Wer zufrieden ist, kann anschließend auf 1080p oder 4K hochskalieren. Verfügbar ist Omni Flash 1.1 über die Gemini-API, Google AI Studio und die Gemini Enterprise Agent Platform. Ob das reicht, um an Konkurrenten wie Seedance 2.0 oder Kling 3.0 vorbeizuziehen, bleibt offen.
Sony Music und Warner Music haben gemeinsam Klage gegen Anthropic eingereicht. Im Zentrum stehen Songtexte, die der KI-Assistent Claude auf Anfrage wiedergibt. Die Labels werfen Anthropic vor, geschütztes Material ohne Erlaubnis für das Training verwendet, Copyright-Hinweise ignoriert und Daten über Tauschbörsen beschafft zu haben.
Die Kläger fordern die Entfernung ihres Materials aus den Trainingsdaten und Schadensersatz in Milliardenhöhe. Als Maßstab dient ein früherer Vergleich mit Buchautoren und Verlagen über 1,5 Milliarden Dollar. Damit stehen nun alle drei großen Musiklabels gegen Anthropic.
In China treten in immer mehr Produktionen KI-generierte Figuren an die Stelle echter Darsteller. Möglich machen das Videomodelle wie Seedance von ByteDance, dem Betreiber von TikTok. Im ersten Quartal 2026 erschienen dort dreimal so viele Kurzdramen wie im gesamten Vorjahr. Ein Branchenverband beziffert den KI-Anteil auf 95 Prozent. Eine Minute Video kostet inzwischen nur noch etwa ein Zehntel der früheren Produktionskosten.
Für die Beschäftigten hat das Folgen. Hunderttausende arbeiten in der Branche, Millionen bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Livestreaming. Laut Financial Times müssen manche Darsteller Stimme und Aussehen an KI-Werkzeuge übertragen, bevor ihnen gekündigt wird. Anwälte melden für die vergangenen zwei bis drei Jahre deutlich mehr Arbeitsstreitigkeiten rund um KI.
Ein KI-Agent, der eine Aufgabe verpatzt, beginnt beim nächsten Versuch meist bei null. Google Research hat dafür ein System namens WikiSkill entwickelt. Es legt eine dauerhafte Wissensbasis aus wiederverwendbaren Modulen an, den sogenannten Agent Skills. An den Modellparametern ändert sich nichts. Der Agent lernt also nicht wirklich dazu, sondern schreibt sich für jeden nächsten Versuch bessere Anleitungen. Das System geht auf einen Vorschlag von KI-Forscher Andrej Karpathy zurück.