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Merz warnt vor Folgen eines "Wutbürger"-Experiments in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt grenzt sich CDU-Spitzenkandidat Schulze im Wahlkampf von Kanzler Merz und der Bundespolitik ab. Nun gab es doch einen gemeinsamen Auftritt. Den nutzte Merz erneut für eine klare Warnung vor der AfD.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine ersten Wahlkampfauftritte in Ostdeutschland absolviert. In Quedlinburg in Sachsen-Anhalt warnte er vor den Folgen einer möglichen AfD-Regierung. "Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden", sagte der CDU-Vorsitzende. "Das geht am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt."
"Wenn da möglicherweise die absolute Mehrheit einer rechtspopulistischen Partei am nächsten Montag feststehen sollte, dann werden internationale Investoren es sich dreimal überlegen, ob sie noch in Sachsen-Anhalt investieren", sagte Merz. Ähnlich hatte sich der Kanzler bereits am Sonntag im ARD-Sommerinterview geäußert.
Merz zeigte sich zuversichtlich, dass es in der letzten Woche vor der Wahl noch eine Aufholjagd geben werde. Es stehe viel auf dem Spiel, "aber ich habe die Zuversicht, dass es am Sonntag ein gutes Ergebnis geben wird für Sven Schulze und die CDU", sagte Merz in Quedlinburg.
Gewählt wird in Sachsen-Anhalt am 6. September. In der ARD-Vorwahlumfrage vom vergangenen Mittwoch lag die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Schulze mit 22 Prozent auf Platz zwei - deutlich hinter der AfD, die auf 42 Prozent kam.
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Ministerpräsident Schulze betonte in Quedlinburg, dass Merz im Wahlkampf willkommen sei. "Es war Wunsch der CDU hier vor Ort, genau diesen Termin so stattfinden zu lassen."
Doch das Verhältnis zwischen den beiden Politikern gilt als angespannt. Hintergrund sind Berichte, dass die CDU in Sachsen-Anhalt den Kanzler und die Politik in Berlin eher als Belastung im Wahlkampf empfinde. Schulze stellte sich gemeinsam mit den anderen beiden ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten etwa klar gegen ein Kernelement der von der Bundesregierung geplanten Rentenreform - die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
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