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US-Behörde FTC und Bundesstaaten verklagen Amazon
Mit manipulierten Auktionen für Online-Werbung soll sich Amazon zweistellige Milliardenbeträge erschlichen haben. Das wirft die US-Wettbewerbsbehörde FTC dem Konzern vor - und klagt zusammen mit 22 Bundesstaaten.
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehrere Bundesstaaten verklagen den Internet-Riesen Amazon wegen mutmaßlicher Manipulation seiner Auktionen für Online-Werbung. Seit 2018 habe der Konzern dabei heimlich die Preise nach oben getrieben und so wahrscheinlich zweistellige Milliardenbeträge verdient, teilte die Behörde mit. Die Generalstaatsanwälte von 22 Bundesstaaten schlossen sich der Klage an.
Unternehmen können Amazon dafür bezahlen, dass ihre Werbung bei bestimmten Suchergebnissen auftaucht. Welches Unternehmen den Werbeplatz bekommt, wird per Auktion entschieden. Laut Darstellung der FTC muss der Höchstbietende dafür aber nicht den tatsächlichen Preis seines Gebots zahlen, sondern nur einen Cent mehr als das Gebot des Zweitplatzierten.
Amazon muss wegen seiner Preisvorgaben 59 Millionen Euro Strafe zahlen. Der Online-Händler will die Strafe anfechten.
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Bei der Produktwerbung habe Amazon aber in nahezu vier von fünf Fällen doch das volle Gebot des Erstplatzierten einkassiert, so der Vorwurf - und damit gegen die eigenen Regeln verstoßen.
Laut der FTC gibt es für diese Praxis auch Beweise in firmeninternen Dokumenten, in denen von einem "versteckten Aufschlag" die Rede sei. Zudem habe der Konzern die Preise mit fiktiven Auktionsteilnehmern selbst in die Höhe getrieben. Amazon selbst weist die Vorwürfe zurück.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 01.09.2026 | 05:30 Uhr