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Ruheständler im Osten haben weniger Eigentum und kleineres Einkommen
Die Vermögensungleichheit zwischen Ost und West hält an. In den östlichen Bundesländern haben Ruheständler geringere Einkommen und leben seltener in der eigenen Immobilie als im Westen.
Die Vermögen der Haushalte von Ruheständlern sind in Ost- und Westdeutschland nach wie vor sehr ungleich verteilt. So haben Ruheständler-Haushalte in Ostdeutschland nach wie vor ein geringeres Einkommen als die im Westen, und sie leben deutlich seltener im Eigentum. Das geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.
Danach verfügen Haushalte von Personen im Ruhestand ab 65 Jahren im Osten über ein mittleres Nettoeinkommen von 2.270 Euro im Monat. Im Westen sind es mit 2.350 Euro etwas mehr. Damit ist das mittlere Einkommen von Haushalten beschrieben, die ausschließlich aus Rentnern oder Pensionären ab 65 Jahren bestehen. Die Hälfte der Haushalte hat geringere Einkommen, die andere Hälfte höhere.
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Während im Westen jedoch 61 Prozent der Ruheständler im Eigentum leben, sind es im Osten nur 44 Prozent - somit wohnt in den östlichen Bundesländern mit 56 Prozent die Mehrheit der Ruhständler zur Miete. Die Statistiker wiesen darauf hin, dass selbst genutztes Wohneigentum zwar einen wichtigen Vermögenswert darstellt, aber nicht in die Einkommensberechnung einfließt.
Allerdings spiegeln sich die unterschiedlichen Wohnsituationen auch in der Herkunft der Einkünfte wider: So sind Haushalte von Ruheständlern im Osten stärker von gesetzlichen Renten und Pensionen abhängig. Diese machen dort 96 Prozent des Haushaltseinkommens aus.
Im Westen liegt dieser Anteil Destatis zufolge bei 92 Prozent. Dort stammen im Gegenzug gut vier Prozent der Einkünfte aus Vermögen wie Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen. Im Osten ist dieser Anteil mit nur einem Prozent verschwindend gering.
Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist seit 2008 nicht gestiegen geworden. Doch sie ist weiter hoch.
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Trotz der strukturellen Unterschiede beim Vermögen ist das Armutsrisiko für Ruheständler in Ost und West nahezu identisch. Bundesweit galten 18,9 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Ruhestand laut Destatis als armutsgefährdet.
In den östlichen Bundesländern lag die Quote mit 18,5 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie in den westlichen mit 19,0 Prozent. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.