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Chained Together: Wieso der kompetitive 2v2-Modus noch mehr Drama ins Spiel bringt
Secret Mode bringt einen kompetitiven Rennmodus für vier Spieler nach Chained Together. Publisher-Director Joseph Waterworth spricht über die neue Roadmap.
Statt bis zu vier Spieler, die aneinandergekettet versuchen, aus einer Hölle zu entfliehen und dabei etliche Hindernisse überwinden müssen, können Spieler im neuen Modus von Chained Together gegeneinander antreten, der ab sofort und kostenlos für alle Besitzter des Spiels verfügbar ist. Es ist wie ein Wettlauf über die bereits bekannte Map, bei dem zwei Teams mit je zwei Spielern gemeinsam über Knochen, Steine und Zäune klettern, springen und rennen, um nach 30 Minuten am weitesten vorne zu sein. Dabei ist natürlich das Geschick entscheidend, aber auch Schubsen ist gestattet, um den Sieg einzufahren.
Auf der gamescom durfte ich eine Runde ausprobieren und ich fand es genial. Klar, es gibt keine neue Map, die Mechaniken sind gleich. Aber das Gefühl, das einem ein kompetitiver Modus gibt, ist einfach nochmal ganz anders, als beim Koop. Statt sich gemeinsam vorsichtig heranzutasten, müsst ihr im 2v2 mit eurem Partner oft schnell vorankommen. Taktisch kluge etnscheidungen treffen, um eure Rivalen abzuhängen, und euch überlegen, wie ihr ihre Moral brechen könnt. Anspannung oder laute Lachattacken sind ja nicht gerade förderlich, wenn man balancieren oder Timings abpassen muss.
Das Beste: Man sieht die Gegner auf der Karte. Man sieht, wenn sie weiter sind, man sieht, wenn sie hinter einem sind und auch, wenn sie fallen und wieder von vorne anfangen müssen. Es zählt im Übrigen nicht die erreichte Gesamthöhe während dieser 30 Minuten, sondern nur die Höhe, die man genau zum Zeitpunkt erreicht hat, an dem die Uhr abläuft. Das führte bei meinem Teamkollegen und mir dazu, dass wir von einem hohen Vorsprung aus zusahen, wie sich unsere Gegner in den letzten Sekunden abmühten, obwohl sie ohnehin keine Chance mehr hatten, uns zu erreichen. Ich habe mich ein bisschen schlimm gefühlt - aber auch ein bisschen gut. Am Ende haben ja eh alle gelacht.
In einem Interview durfte ich mit Publishing Director Joseph Waterworth von Entwickler Secret Mode über den Modus sprechen. Hier ist das Interview:
Eurogamer.de: Der 2v2-Koop-Modus von Chained Together hat es wirklich in sich. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie ich den mit meinen Freunden zocke. Als Chained Together damals seinen riesigen Hype hatte, habe ich es ein paar Mal gespielt, aber danach ist es bei uns wieder etwas eingeschlafen. Bis ganz nach oben haben wir es nie geschafft. Aber genau deshalb finde ich die Idee so stark: Man springt einfach für 30 Minuten rein und weiß ganz genau, dass die Runde danach vorbei ist. Wie kam es denn eigentlich zu der Idee für diesen kompetitiven Modus?
Joseph Waterworth: Im Mai dieses Jahres hat Secret Mode den Publish-Auftrag für Chained Together übernommen. Das Spiel gibt es ja im Grunde schon seit rund drei Jahren. Entwickelt wurde es damals von zwei Jungs aus Frankreich, den Anicall Games. Drei Jahre lang gab es eigentlich nur diesen einen ursprünglichen Modus. Der war natürlich ein riesiger Erfolg – du hast ihn gespielt und mit dir gut 12 Millionen andere Spieler auch.
Joseph Waterworth fungiert als Publishing Director bei Secret Mode. Er steuert strategische Veröffentlichungen und die globale Roadmap für Indie-Titel wie Chained Together in enger Zusammenarbeit mit externen Entwicklerteams.
Über die Jahre gab es allerdings kaum neue Inhalte. Seitdem Secret Mode an Bord ist, haben wir eine Roadmap für 2026 und 2027 ausgearbeitet. Unser erster großer Drop ist jetzt der 2v2-Modus. Wir haben uns genau dafür entschieden, weil uns die Entwickler von Anicall Games das nach vielen intensiven Gesprächen wärmstens empfohlen haben. Außerdem hat sich auch die Community schon ewig ein 2v2-Feature gewünscht. Das Interesse war also riesig. Wir freuen uns riesig darauf, dass die Leute ab dem 1. September endlich im neuen 2v2-Rennmodus gegeneinander antreten können.
Eurogamer.de: Wie habt ihr eigentlich