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PlayStation-Klage: Laut Sony wissen Spieler ganz genau, dass ihnen digitale Spiele nicht gehören
Nach einer Klage wehrt sich das Unternehmen vor Gericht. Wer im Store auf "Kaufen" klickt, erwerbe lediglich eine Lizenz, was jedem Kunden völlig klar sei.
Laut Sony wissen informierte Kunden ganz genau, worauf sie sich einlassen, wenn sie ein digitales Spiel kaufen. Das bedeute nämlich nicht, dass sie es auch tatsächlich besitzen.
Das erklärte das Unternehmen nun vor Gericht, nachdem vier Spieler im Juni Sony Interactive Entertainment verklagt hatten. Sie warfen dem Konzern vor, kalifornisches Recht zu brechen, indem man im PlayStation Store nicht deutlich genug mache, dass Spieler lediglich Lizenzen für die Spiele erwerben.
Aufgrund von Begriffen wie "Jetzt kaufen" oder "Kauf bestätigen" entstehe so ein falscher Eindruck. Man könnte glauben, eine Kopie des Spiels zu erwerben, die dauerhaft in den eigenen Besitz übergeht. In Wirklichkeit erhalten die Käufer aber nur eine Zugangslizenz, die theoretisch jederzeit wieder entzogen werden kann.
Die Klage stützt sich auf kalifornisches Verbraucherrecht. Im US-Bundesstaat gibt es aktuell verstärkte Bestrebungen, Plattformen gesetzlich dazu zu zwingen, Käufer beim Digitalkauf transparent darauf hinzuweisen, dass sie lediglich eine Nutzungslizenz und kein Eigentum erwerben.
Wie Game File berichtet, hat Sony nun darauf reagiert und gibt an, dass man Kunden explizit darauf hinweise, dass "der Kauf dieses digitalen Produkts einer Lizenz entspricht". Diese Tatsache müsse man "vernünftigen Verbrauchern" nicht noch extra erklären.
Gleichzeitig argumentiert das Unternehmen damit, dass digitale Exemplare nicht begrenzt sind. Da mehrere Personen eine digitale Kopie kaufen können, "besitzt" sie am Ende niemand wirklich. Wenn das der Fall wäre, könnte sonst niemand das Produkt beziehen.
"Wie die Kläger selbst zugeben, erklärt Abschnitt 1 der SPLA ebenfalls, dass 'die Software an euch lizenziert und nicht verkauft wird'", heißt es in Sonys Stellungnahme. "Das ergibt absolut Sinn. Im digitalen Zeitalter ist die Behauptung einfach nicht plausibel, dass vernünftige Verbraucher ernsthaft glauben, sie würden 'Eigentum' an einem digitalen Spiel erwerben."
Sonys Anwälte liefern zum oben erwähnten Punkt auch noch ein passendes Beispiel: "Wäre das der Fall, hätte der Kläger Edward Heycock das Spiel Resident Evil Requiem am 25. Februar 2026 nicht für 69,99 US-Dollar im PlayStation Store erwerben können. Schließlich hatte der Mitkläger Jason Mendoza den Titel bereits am 14. Februar 2026 gekauft. Nach dieser Logik hätte das Spiel dann ja bereits Herrn Mendoza gehört und nicht mehr Sony."
Unterdessen steht der Konzern auch mehrere Wochen nach Ankündigung des Produktionsstopps von PlayStation-Discs ab Januar 2028 weiter in der Kritik. Großen Einfluss scheint das jedoch nicht zu haben, denn bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass Sony einen Rückzieher machen könnte.