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Energie - China entwickelt fliegende Windkraftanlagen – Helium-Luftschiff in der Größe einer Boeing 747 erzeugt Megawatt-Strom aus Höhenwinden
Die S4000 wirkt wie ein Luftwal mit dicklichen Flügeln, doch steckt hinter der vermeintlich albernen Erscheinung eine komplett neue Idee, um aus Wind Strom zu gewinnen. (Bildquelle: CCTV)
Philosophen des alten Chinas, wie das Genie hinter dem ersten Erdbebendetektor der Menschheit, hätten für Chinas neueste Erfindung sicherlich klangvolle Namen, vielleicht: Ernter der Höhenwinde. Es träfe auf alle Fälle ins Schwarze.
Denn parallel zu Bestleistungen in der bodennahen Windkraft suchen Chinas Ingenieure nach neuen Feldern, um aus bewegter Luft Strom zu erzeugen. Techniker des Pekinger Start-ups Stratosphere Airborne Wind Energy System (SAWES) testeten jetzt erfolgreich ein revolutionäres Luftschiff.
Wir erklären Hintergründe und Potenzial einer jungen Sparte der Windenergie, die der Höhenwindkraft.
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Wind ist auf der Erdoberfläche allgegenwärtig, aber unterschiedlich ausgeprägt. Windenergie unterliegt deshalb sowohl auf Wasser als auch zu Land erheblichen Leistungsschwankungen. Es existiert aber ein Ort, an dem es quasi immer weht: einige Tausend Meter über unseren Köpfen.
Durchschnittliche Windgeschwindigkeiten in der niedrigen Atmosphäre:
Einen interaktiven Globus, wo ihr euch die aktuell gemessenen Windstärken auf unterschiedlichen Druckniveaus anschauen könnt, findet ihr hier. Die 4.000 Meter entsprechen etwa 610 Hektopascal (hPa).
Generell gilt, dass je weiter wir in die Atmosphäre emporsteigen, desto stärker weht es. Die Grenze hierfür stellt die Tropopause dar. Je nach Jahreszeit und Breitengrad finden wir sie in maximal 17 Kilometer Höhe (Äquator), minimal an den Polen bei etwa acht Kilometern.
Bis hierhin steigt die Geschwindigkeit des Windes an. Die Luftdichte sinkt zwar im gleichen Zuge, aber unterhalb der Tropopause nützt der Zugewinn an obendrein beständiger Windgeschwindigkeit mehr als die geringere Dichte hemmt. Wir gewinnen mehr kinetische Energie pro Zeiteinheit als wir einbüßen.