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Warum die Zukunft der VW-Werke wohl noch länger ungewiss bleibt
Freitag soll der VW-Aufsichtsrat über den Sparkurs und mögliche Werksschließungen beraten. Doch es gibt viel Streit und Drohkulissen. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht - und einigen scheint das ganz recht zu sein.
Für die Beschäftigten bei Volkswagen geht es um viel. Die zentrale Frage: Wie viele Arbeitsplätze können auch über 2030 hinaus in die Zukunft gerettet werden? Denn Anfang der 2030er-Jahre läuft nach und nach die Produktion in den Werken Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm aus. Was danach dort gebaut werden soll und ob überhaupt weiterhin Autos gebaut werden, ist völlig offen.
Wahrscheinlich scheint derzeit, dass nicht alle Werke eine Perspektive haben - zu hoch sind die Kosten in Deutschland, zu groß der Wettbewerbsdruck, vor allem aus China. Ein Teil der Arbeitsplätze könnte etwa nach Osteuropa wandern.
Analyse
28.08.2026
In mehreren Betriebsversammlungen hat Volkswagen-Chef Blume die Mitarbeiter auf harte Einschnitte eingestimmt.
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Fakt ist: Beschlossen ist all das noch nicht. Jüngste Medienberichte erwecken zwar den Eindruck, dass die Werksschließungen längst beschlossene Sache sind, aber: Zwar sieht der Vorstand aktuell keine gesicherte Perspektive für die genannten Standorte - aber er kann nicht alleine beschließen, dass die Werke tatsächlich dicht gemacht werden.
Das muss der Aufsichtsrat absegnen, und in dem sitzen neben den Großaktionären Porsche und Piech und dem Staat Katar auch das Land Niedersachsen sowie ein erheblicher Anteil der Arbeitnehmervertretung. Sowohl das Land, vor allem aber auch die Arbeitnehmervertretung haben mehr als deutlich gemacht, dass Werksschließungen mit ihnen so ohne weiteres nicht zu machen sind. Sie haben bereits bei einer vergangenen Sitzung ihr Veto eingelegt.
Mit Blick auf Berichte über angeblich beschlossene Werksschließungen heißt es von der Gewerkschaft IG Metall bei Volkswagen wörtlich: "Alles Unsinn, Unfug, Kokolores." Und: "Der Vorstand kann zunächst vieles beschließen. Das ist ja auch seine Aufgabe im täglichen Geschäft. Wenn es aber um die Zukunft unserer Standorte geht, hat der Aufsichtsrat noch ein ganz gewichtiges Wörtchen mitzureden."
In China lässt sich bereits beobachten, wie sich das Unternehmen verändern könnte.
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Für Freitag ist die nächste Sitzung des Aufsichtsgremiums geplant. Dass es dort zu einer Einigung kommt, ist nach NDR-Informationen so gut wie ausgeschlossen. Der Vorstand, die Arbeitnehmervertretung und das Land Niedersachsen haben jeweils eigene Vorschläge erarbeitet, die sie zur Abstimmung vorlegen.