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Donnerstag: Werbemonopol Googles ohne Folgen, Norwegens Regeln für Smart Glasses
Google entgeht Aufspaltung + Gegenwind für Datenbrillen mit Kameras + Stellenstreichungen bei Uber + Behördliche Überwachung durch Account-Cloning + #heiseshow
Google hat sich zwei Monopole im Werbegeschäft illegal gesichert. Das wurde gerichtlich bereits bestätigt. Dennoch muss es keine Firmenteile abgeben, entscheidet eine US-Richterin, sodass das Urteil wohl keine schweren Folgen für Google haben wird. Folgen für Datenbrillenhersteller dürften die Pläne der Digitalministerin Norwegens haben, denn ihr geht insbesondere die von Meta Platforms offenbar bereits getestete Gesichtserkennung mit Smart Glasses zu weit. Ein Expertenrat soll Vorschläge für strengere Regeln erarbeiten. Derweil konsolidiert Uber Bürostandorte und streicht ein Zehntel aller Stellen. Betroffen sind etwa 3.500 Personen, vor allem die unteren Ebenen. Zudem wird Heimarbeit reduziert und durch die Zusammenlegung von Niederlassungen dürften manche Mitarbeiter kündigen, wenn sie nicht umziehen wollen oder können – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Google hat sich in absichtlich rechtswidriger Weise zwei Monopole im Werbegeschäft gesichert, nämlich für Server die Werbung ausliefern, und für Börsen, über die Reklameplatzierungen auf Webseiten gehandelt werden. Das hat ein US-Bundesbezirksgericht bereits im April des Vorjahres entschieden. Doch wie die Abhilfe für die Rechtsverletzungen aussieht, hat die Richterin erst am Mittwoch entschieden. Genaueres weiß man aber immer noch nicht, denn die Zwischenentscheidung bleibt vorerst unter Verschluss, bis sich beide Parteien dazu geäußert haben. Ein öffentlicher Eintrag in der Gerichtsakte zeigt jedoch, dass Google alle Firmenteile und damit die gesamte Wertschöpfungskette der Online-Werbung in einer Hand behalten darf: Google muss trotz illegaler Monopole im Werbegeschäft nichts veräußern.
In Norwegen könnten Funktionen von Smart Glasses bald eingeschränkt werden. Denn Karianne Tung, Ministerin für Digitalisierung und Verwaltung, plant entsprechende Regeln, um etwa KI-gestützte Gesichtserkennung im öffentlichen Raum zu unterbinden. Eine solche Funktion hat Meta Platforms offenbar bereits getestet, aber bislang nicht für seine Smart Glasses eingeführt. Mit einem Verbot könnte Norwegen etwaigen Plänen des Facebook-Konzerns einen Riegel vorschieben. Dabei geht es in dem Land aber nicht um ein pauschales Verbot von Smart Glasses mit integrierten Kameras, sondern nur um einzelne Funktionen. Doch gerade die Kameras in Verbindung mit Cloud-gestützter künstlicher Intelligenz schüren Privatsphärebedenken gegen Datenbrillen: Norwegen plant strengere Regeln für Smart Glasses gegen Überwachung mit KI.
Uber hat 2020 gut elf Milliarden US-Dollar umgesetzt, 2025 waren es bereits über 52 Milliarden. Nun setzt CEO Dara Khosrowshahi die Säge an: Er legt Arbeitsgruppen und Bürostandorte zusammen und streicht jeden zehnten Arbeitsplatz. Das trifft etwa 3.500 Personen, vor allem aus den unteren Rängen: „Wir haben die Zahl der Mitarbeiter, die sieben und mehr Ebenen von CEO entfernt sitzen, um 20 Prozent reduziert“, schrieb Khosrowshahi am Mittwoch an seine Mitarbeiter. Die meisten Betroffenen sind bereits informiert. Wer seinen Arbeitsplatz behalten darf, muss fortan ins Büro kommen, zumindest drei Tage die Woche, mag das Büro in Zukunft auch in einer völlig anderen Stadt sein. Nur noch etwa einem Prozent der Angestellten erlaubt Khosrowshahi Heimarbeit bei Uber: Kündigungswelle beim Fußvolk.
Ermittlungsbehörden überwachen Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation in Messenger-Diensten wie WhatsApp, Signal und Telegram weit umfassender und unkomplizierter als öffentlich bekannt. Ganz ohne den Einsatz hochentwickelter Staatstrojaner oder das zeitaufwendige Infiltrieren von Smartphones gelingt es Polizei und Zoll oft, den gesamten Nachrichtenverkehr Verdächtiger – und mitunter auch unbeteiligter Dritter – mitzulesen. Das belegt ein als Verschlusssache eingestuftes Behördendokument, das jetzt veröffentlicht wurde. Demnach