// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
Ist das Leben in New York für junge Berufstätige noch bezahlbar?
Galoppierende Preise treffen in den USA besonders junge Leute in den großen Städten. Beispiel New York: Hier müssen auch Berufstätige erfinderisch werden, wenn es um Ausgaben im Alltag geht.
Eine Zahnpasta gibt es ab 5,50 Dollar. Eine Packung Toastbrot für fünf Dollar. Ein Croissant für sechs Dollar. Ein Sandwich, wenn es günstig ist, kostet 14 Dollar. Bei den Preisen in den USA müssen viele tief durchatmen - und vor allem rechnen.
Shea Dunlop ist 26 Jahre alt und guckt, dass sie Geld spart, wo sie kann: "Ich gehe weniger in Restaurants, und wenn ich rausgehe, bestelle ich das billigste Bier, das es gibt. So kann ich noch mit meinen Freunden rausgehen und muss es nicht zu heftig bezahlen."
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Sie wohnt mit ihrem Freund in einer günstigen Zwei-Zimmer-Wohnung in Inwood im äußersten Norden von Manhattan. Die Miete kostet beide kalt 2.000 Dollar. Damit kommt sie günstig weg und nimmt auch eine Dreiviertelstunde Fahrt mit der U-Bahn zur Arbeit bei einem Verlag in Kauf.
Für ihr Mittagessen bringt sie sich immer etwas von zu Hause mit. Die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen Monaten so stark gestiegen, dass Shea es spürt. Deshalb kommen einige Dinge für sie nicht mehr in Frage: "Wenn mich jemand fragt, ob ich in einen Club mitkomme, der Eintritt nimmt, würde ich das absagen. 30 oder 40 Dollar Eintritt - da würde ich nein sagen."
Weltspiegel
30.08.2026
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Die 26-Jährige verdient 55.000 Dollar im Jahr. Davon gehen noch Steuern ab. Außerdem zahlt sie ihren Studienkredit ab. Deshalb sind "House-Hangs" immer öfter ihre Alternative: Sie trifft sich mit ihren Freunden zu Hause. Das ist billiger: "Das ist vielleicht nicht so glamourös wie auszugehen", sagt sie. "Aber wir zahlen alle so viel für unsere Miete, dass wir die Wohnung auch gut nutzen sollten."
Und dann essen und quatschen sie. Zusammen werden Filme geguckt, und am Ende des Abends ist die Rechnung für alle vertretbar. "Wir haben neulich einen Spieleabend gemacht. Ich habe für 20 Dollar Nachos gekauft, die vier Leute satt gemacht haben. Jemand anderes hat was zu trinken mitgebracht. Es ist billiger, als ins Restaurant zu gehen."