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In finaler Version: Wave Launcher bringt PlayStation-Design auf Android-Handhelds
Nach mehreren Monaten Entwicklungsarbeit und anschließender Erprobung ist der Wave Launcher nun in Version 1.0 erschienen. Das Android-Frontend übernimmt optisch Anleihen bei Sonys klassischer XrossMediaBar, kurz XMB, und soll die Verwaltung von Spielen sowie die Konfiguration von Emulatoren auf Android-Geräten vereinfachen.
Damit positioniert sich Wave Launcher bewusst als Gegenentwurf zu zahlreichen Frontends, deren Gestaltung sich stärker an Nintendo-Systemen orientiert. Projekte wie iiSU oder Cocoon setzen auf entsprechend Nintendo-inspirierte Oberflächen, während Wave gezielt die von PlayStation-Systemen bekannte XMB-Gestaltung aufgreift. Vergleichbare Ansätze gibt es zwar bereits beispielsweise in RetroArch und teilweise in GammaOS, unter aktuellen Gaming-Frontends ist dieser Stil insgesamt jedoch weniger verbreitet.
Updates der Anwendung können automatisch installiert werden. Zusätzlich gibt es eine JSON-Importfunktion für Obtainium und einen integrierten Importer für das Obtainium Emulation Pack.
Zu den zentralen Funktionen der ersten offiziellen Version gehört unter anderem eine vollständige Navigation per Gamepad. Controller von Xbox, PlayStation und Nintendo werden automatisch erkannt, woraufhin die Oberfläche jeweils passende Elemente und Tastenhinweise anzeigen kann. Auch die Tastenbelegung soll sich individuell anpassen lassen, einschließlich eines Tauschs der AB- und XY-Tasten. Steht kein physischer Controller zur Verfügung, können Anwender stattdessen auf eine virtuelle Bildschirmsteuerung zurückgreifen. Eine Touch-Bedienung ist ebenfalls integriert, soll nach Angaben des Entwicklerteams allerdings noch nicht vollständig fertiggestellt worden sein.
Insbesondere für Nutzer neuerer Handhelds dürfte die vollständige Unterstützung von Dual-Screen-Systemen von Interesse sein. Wave erlaubt unter anderem die Festlegung, auf welchem Display eine Anwendung gestartet werden soll. Parallel zu einer Hauptanwendung lassen sich zudem weitere Anwendungen auf dem zweiten Bildschirm öffnen, außerdem können beide Displays miteinander getauscht werden. Beim Anschluss eines entsprechenden Geräts an eine Dockingstation kann Wave automatisch auf einen Ein-Bildschirm-Modus umschalten und zuvor vertauschte Displays wieder korrekt zuordnen.
Für eine komfortable Organisation der eigenen Spielebibliothek bietet Wave Sammlungen und Favoriten sowie Übersichten über zuletzt gespielte Titel und die jeweils erfasste Spielzeit. Darüber hinaus kann das Frontend mehrere Speicher einschließlich Speicherkarten verwalten, die sich auch im laufenden Betrieb wechseln lassen. Doppelte Einträge sollen dabei automatisch herausgefiltert werden. Metadaten bezieht Wave unter anderem von SteamGridDB, ScreenScraper, RetroAchievements, Google Play, aus dem Web und von Hasheous. Zusätzlich lassen sich Inhalte direkt aus Quellen für PSP-, PS3- und PSP-Minis-Spiele beziehen. Unterstützer des Projekts erhalten darüber hinaus erweiterte Scraping-Funktionen für Nintendo DS, Nintendo 3DS, DSi und DSiWare.
Auch die Einbindung in Android soll möglichst nahtlos ausfallen: Wave soll zuverlässig zwischen Spielen, Emulatoren und gewöhnlichen Anwendungen unterscheiden können. Eine Möglichkeit zur Migration bestehender Konfigurationen von Cocoon, XOrA und ES-DE befindet sich bereits in Entwicklung, ist allerdings erst für eine Version nach 1.0 vorgesehen. Gleichzeitig soll die Bedienung möglichst einfach bleiben, was bereits bei der Ersteinrichtung beginnt. Werden eigene Pfade konfiguriert, erkennt Wave darin vorhandene Dateien und überlässt Anwendern die Entscheidung, ob diese erhalten oder während der Installation gelöscht werden sollen. Auch die Einrichtung der Spielebibliothek einschließlich ihrer Verzeichnisse erfolgt direkt über das Frontend.
Wave beschränkt sich funktional allerdings nicht auf die Verwaltung und den Start von Spielen. Zum Umfang gehören ebenso ein Video-Player mit Controller-Unterstützung und der Möglichkeit zur Auswahl von Tonspuren und Unter