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DLSS 5 läuft per Mod jetzt auch auf Radeon-Grafikkarten
Ein Bastelprojekt bringt Nvidias DLSS 5 auf Radeon-Grafikkarten. Wirklich spielbar ist das Ergebnis aber nicht.
Nvidias neuronales Rendering DLSS 5 kann man jetzt auch auf AMD-Grafikkarten der Reihen Radeon RX 9000 und RX 7000 ausprobieren. Ein Mod-Projekt namens DLSS-NR-on-AMD macht die eigentlich als RTX-exklusiv gedachte Technik in jedem DirectX-12-Spiel nutzbar, das FSR unterstützt. Die Mod-Implementierung eignet sich eher zum Experimentieren als zum wirklichen Spielen.
Wie der Entwickler danielblnc auf seiner Projektseite auf GitHub schreibt, seien mit einer RX 9070 XT ungefähr 33 fps in 1080p möglich. Die Bildqualität sei sehr ähnlich zu dem, was DLSS auf der Original-Hardware erzeuge – einzelne Effekte funktionierten noch nicht vollständig.
RDNA 4 hat keine dedizierten Recheneinheiten für die Matrixoperationen, die das KI-Modell braucht. AMD greift stattdessen auf Ressourcen der normalen Compute Units zurück. Auch auf Nvidia-Karten kostet DLSS 5 erheblich Leistung. Nvidia beziffert die Kosten des Modells in einem technischen Paper auf 8 Millisekunden pro Bild in 4K-Auflösung mit einer 5090 – andere Grafikkarten sind noch erheblich langsamer.
Wer DLSS-NR-on-AMD ausprobieren will, braucht eine Kopie der Bibliothek nvngx_dlssnr.dll in Version 310.8.0.0. Dazu kommen Windows 11 und ein Adrenalin-Treiber ab Version 26.1.1, außerdem muss das Spiel unter DirectX 12 laufen und FSR unterstützen. Spiele mit Anti-Cheat-Software blockieren die DLL.
Der Quellcode des Projekts ist bislang nicht öffentlich, verteilt wird ausschließlich eine fertige EXE-Datei. Beim Ausführen schlägt zudem der Windows Defender an. Die Installation erfolgt also auf eigene Gefahr. Der Entwickler beschreibt sein Werk nicht als Kompatibilitätsschicht, sondern als komplette Neuimplementierung der Neural-Network-Runtime für AMD-Architekturen inklusive HIP-Kernel und Speicherlayouts. Code von Nvidia sei nicht enthalten.
DLSS 5 ist zusammen mit „NBA 2K27“ erschienen, zunächst exklusiv für GeForce-RTX-50-Karten. Ein generatives KI-Modell überarbeitet dabei jedes fertig gerenderte Bild und verbessert die Darstellung von Beleuchtung, Stoffen und Gesichtern. Aus der Early-Access-Fassung des Basketballspiels haben Modder die Bibliothek extrahiert und in zahlreiche andere Spiele eingebaut.
Nvidia hat inzwischen offizielle Unterstützung für die RTX-40-Reihe zugesagt, einen Termin dafür nennt das Unternehmen aber nicht. Der Entwickler von DLSS-NR-on-AMD wiederum will die Performance auf einer RX 9070 XT bis auf das Niveau einer RTX 5070 Ti drücken.
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