// HEISE ONLINE — MOBILE & WEB
Zugriff auf X ohne Konto: „Nitter“ und „XCancel“ nach „juristischem Rat“ zurück
Zwei Dienste zum externen Zugriff auf Inhalte von X sind nach einer zweiwöchigen Abschaltung wieder online. Man habe sich juristisch beraten lassen, heißt es.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Weniger als zwei Wochen nachdem es danach ausgesehen hat, dass der Kurznachrichtendienst X beliebte Dienste zum externen Zugriff auf die Inhalte in die Knie gezwungen hat, ist XCancel wieder online. Die Rückkehr von Nitter wurde ebenfalls angekündigt. Man habe sich juristisch beraten lassen und danach entschieden, dass Nitter wiederkommen könne, heißt es auf der zugehörigen GitHub-Seite. Weitere Informationen gibt es nicht, Details sollen aber noch in dieser Woche folgen. Auf XCancel kann man bereits wieder aktuelle Inhalte von X einsehen, auf nitter.net wird lediglich angekündigt, dass das „in Kürze“ der Fall sein soll.
Nitter gibt es seit 2019, anfangs ging es darum, einen Zugang zu Inhalten von Twitter unter Beibehaltung der beliebten, aber damals abgeschafften alten Benutzungsoberfläche zu ermöglichen. Nachdem Twitter von Elon Musk übernommen und später zu X wurde, diente der Dienst auch jenen als Anlaufstelle, die dort keinen Account mehr unterhalten wollten, aber auf Inhalte von bestimmten Konten nicht verzichten wollten oder konnten. Anfang 2024 wurde der Dienst dann schon einmal stillgelegt, nachdem eine für das Funktionieren grundlegende Funktion von Twitter entfernt worden war. Im Februar 2025 wurde Nitter dann wieder in Betrieb genommen, Ende August schien dann das endgültige Aus unausweichlich. XCancel ist ein Ableger von Nitter.
Grund für das zwischenzeitlich angekündigte Ende war laut US-Medienberichten der Vorwurf von X, dass Nitter die Nutzungsbedingungen für die API und damit verbundene Daten verletzt habe. Bei X habe man Beweise dafür, dass Nitter rechtswidrig Daten gesammelt und auf Konten sowie Sitzungs-Token zugegriffen habe. Das Vorgehen des Kurznachrichtendiensts von Elon Musk reihte sich in die länger werdende Liste von Maßnahmen ein, mit denen etablierte soziale Netzwerke Menschen auf ihre Plattformen holen wollen. Auch auf Inhalte bei Instagram und Facebook kann man schon länger nur schwer ohne einen Account zugreifen. Anders ist das bei freien Alternativen wie Bluesky und Mastodon, wo aber Inhalte von vielen Konten auf X fehlen.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.