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Studie: IT-Fachkräftemangel halbiert
In Deutschland fehlen 79.000 IT-Fachkräfte. Damit hat sich die Zahl der unbesetzten IT-Stellen im Vergleich zu 2023 fast halbiert: Damals lag sie bei 149.000, 2025 bei 109.000. Trotz des Rückgangs bleibt die Lage auf dem IT-Arbeitsmarkt angespannt. 78 Prozent der Unternehmen beobachten derzeit einen Mangel an IT-Fachkräften.
Lediglich 14 Prozent bewerten das Angebot als ausreichend, 5 Prozent sehen ein Überangebot. Mit Blick auf die kommenden Jahre erwarten 76 Prozent, dass sich der IT-Fachkräftemangel weiter verschärfen wird. 15 Prozent rechnen mit einem gleichbleibenden Mangel, 8 Prozent mit einer Abnahme. Das sind Ergebnisse der neuen Studie “Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte” des Digitalverbands Bitkom auf Basis zweier repräsentativer Befragungen von 853 bzw. 602 Unternehmen ab 3 Beschäftigten in Deutschland.
Künstliche Intelligenz beeinflusst den IT-Arbeitsmarkt bislang nur am Rande. 42 Prozent der Unternehmen mit IT-Stellen setzen KI bereits in ihrer IT-Abteilung oder bei der Arbeit ihrer IT-Fachkräfte ein. Weitere 36 Prozent planen den Einsatz, 13 Prozent diskutieren ihn. Für nur 7 Prozent ist KI in der IT derzeit kein Thema. Wo KI bereits eingesetzt wird, geschieht das bislang meist noch nicht systematisch. 43 Prozent nutzen die Technologie nur vereinzelt, 46 Prozent in einigen Bereichen und 7 Prozent in fast allen Bereichen. Ein flächendeckender Einsatz findet bislang noch nicht statt.
KI könnte die Nachfrage nach KI-Spezialisten zumindest vorübergehend erhöhen. So erwartet die Hälfte der Unternehmen mit IT-Stellen (49 Prozent), dass der Einsatz von KI in der IT zu einer verstärkten Nachfrage nach IT-Fachkräften mit KI-Wissen führen wird. 19 Prozent gehen davon auf jeden Fall aus, weitere 30 Prozent eher. 48 Prozent erwarten hingegen keinen zusätzlichen Bedarf, davon 17 Prozent auf keinen Fall und 31 Prozent eher nicht.
Von den Unternehmen, die KI in ihrer IT bereits einsetzen, haben dadurch nur 10 Prozent vereinzelt IT-Stellen abgebaut. Einen vermehrten Stellenabbau gab es bei keinem der befragten Unternehmen. 85 Prozent haben bislang keine IT-Stellen durch KI abgebaut. Mit Blick auf die Zukunft erwarten zwar 32 Prozent der Unternehmen mit IT-Stellen einen Stellenabbau durch KI. 11 Prozent gehen auf jeden Fall davon aus, dass sie IT-Stellen abbauen werden, weitere 21 Prozent eher schon. 65 Prozent erwarten jedoch keinen Stellenabbau, darunter 24 Prozent eher nicht und 41 Prozent auf keinen Fall.
Unter den Unternehmen mit vakanten IT-Stellen suchen 12 Prozent Fachkräfte für den Bereich KI. Am häufigsten werden jedoch ganz klassisch Fachkräfte für IT-Administration und Systembetrieb gesucht (26 Prozent), gefolgt von Softwareentwicklung und -architektur (17 Prozent) sowie Cloud und Infrastruktur (14 Prozent). Dahinter folgen IT-Sicherheit mit 11 Prozent, IT-Beratung mit 9 Prozent, Data Science mit 7 Prozent, Qualitätssicherung und Testing mit 6 Prozent sowie IT-Projektmanagement und -koordination mit 4 Prozent.
Doch die gesuchten IT-Fachkräfte zu finden, bleibt für viele Unternehmen schwierig. 97 Prozent der Unternehmen mit IT-Stellen haben Schwierigkeiten, diese zu besetzen. Bei 33 Prozent erfüllen Bewerberinnen und Bewerber die Anforderungen an Kenntnisse neuester Technologien nicht.
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