// HEISE ONLINE — MODA & SOCIETÀ
Nach Drohung der Tetris-Company: Weißes Haus entfernt eines der neuen Minispiele
Vorige Woche hat die Trump-Regierung Minispiele veröffentlicht, die bekannte Marken kopierten. Eines ist verschwunden. Wegen einer Andeutung der Tetris-Company?
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Wenige Tage nachdem das Weiße Haus auf der eigenen Website mehrere Minispiele veröffentlicht hat, die unter anderem auch kontroverse Aspekte von Donald Trumps Agenda behandeln, wurde die Tetris-Kopie wieder entfernt. Das Spiel, bei dem es um den Bau einer Mauer zum Schutz der Grenze und von Grenzpatrouillen im klassischen Tetris-Stil ging, lässt sich auf der Seite nicht mehr auswählen. Stattdessen wird ein weiterer Titel angekündigt, ohne dass es dazu Details gibt. Nach der Veröffentlichung am Wochenende hatte die Tetris-Company öffentlich erklärt, nicht an der Entwicklung des Spiels beteiligt gewesen zu sein. Ergänzt hat der Rechteinhaber noch: „Wir nehmen Urheberrechtsverletzungen sehr ernst.“ Von der Prämisse des Spiels hat sich die Firma distanziert.
Die Browserspiele auf einer Unterseite der Website des Weißen Hauses waren am Wochenende veröffentlicht worden. Es handelt sich um klassische Computerspiele im 16-Bit-Grafikstil, die etwa das Spielprinzip von Snake kopieren. Inhaltlich verbreiten sie aber die Agenda von Donald Trump, etwa wenn man bei „Rio Run“ einen Grenzpolizisten spielt, der Menschen auf einem wüstenartigen Spielfeld fängt und damit „deportiert“ – woraufhin sie hinter ihm herlaufen. Bei der Tetris-Kopie ging es um den Bau einer Grenzmauer, auch wenn es beim Original ja im Gegenteil genau darum geht, durch geschicktes Stapeln die Steine verschwinden zu lassen.
Ob „Build the Wall“ wegen der Andeutung der Tetris-Company entfernt wurde, rechtliche Schritte einzuleiten, ist unklar. Weil das Spiel aber als einziges entfernt wurde, liegt das zumindest nahe. Das US-Spielemagazin Kotaku sieht das als Beleg dafür, dass sich die Trump-Regierung durch entschiedene Reaktionen von Rechteinhabern dazu bringen lässt, die nicht genehmigte Nutzung von Marken einzustellen. In den vergangenen Monaten hat das Weiße Haus mithilfe von KI-Technik immer wieder Propaganda-Inhalte für Social Media erstellt, die Darstellungen von Spielemarken wie Animal Crossing oder Pokémon enthalten haben. Oft haben die Rechteinhaber versichert, an deren Erstellung nicht beteiligt gewesen zu sein. Rechtliche Schritte wurden nicht angedroht und die Inhalte blieben.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.