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Falkland-Konflikt mit Rückendeckung von Trump
Argentiniens Präsident Milei hat Ansprüche auf die Falklandinseln erhoben, die unter britischer Verwaltung stehen. Das dürfte auch mit Aussagen von US-Präsident Trump zu tun haben.
Die Falklandinseln, die auf Spanisch Malvinas genannt werden, sind eine Gruppe felsiger Inseln im Südatlantik. Um sie toben nicht nur eisige Stürme, sondern auch ein jahrhundertealter Konflikt. Argentiniens Präsident Javier Milei beschloss vergangene Woche, diesen wieder neu anzufachen.
"Die Malvinas sind historisch und rechtlich argentinisch. Darüber gibt es keine Diskussion", erklärte er in einer staatstragenden, landesweit übertragenen TV-Sprache bezüglich der Inseln, die seit 1833 dauerhaft unter britischer Verwaltung stehen. Er verkündete die Errichtung einer Militärbasis auf Feuerland und verhängte Sanktionen gegen britische und israelische Firmen, die in den Gewässern rund um die Inseln nach Öl suchen. Ein klarer Kurswechsel Mileis, der in den vergangen Jahren die Annäherung zu London im Konflikt suchte.
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"Weltweit weht ein Wind des Wandels, der unseren Anspruch begünstigt", so Milei. Der Wind: das ist vor allem US-Präsident Donald Trump, der kurz zuvor gegenüber einem britische Internetportal angekündigt hatte, die USA würden ihre Position im Konflikt überdenken. Auch wegen der mangelnden Unterstützung der Briten im Irankrieg, wie Trump einige Tage später verlauten ließ.
Bisher hatte Washington die britische Herrschaft akzeptiert, sich aber neutral verhalten. Werden die Falklands nun zum Druckmittel im politischen Streit mit London? Trumps Worte sind in jedem Fall ein Geschenk für den Verbündeten Milei, sagt Martin Schapiro, Anwalt und Experte für internationale Beziehungen. Innenpolitisch stehe die Regierung unter Druck, so Schapiro.
Die Wirtschaft komme nicht in Schwung, die Umfragewerte seien stark gesunken, nächstes Jahr stünden Wahlen an. Und in Punkto Falklands habe Milei in der Kritik gestanden, die nationalen Interessen nicht zu verteidigen. "Und damit kann er nun wieder die nationale Flagge hissen."
Der verlorene Falklandkrieg, mit dem Argentiniens Militärdiktatoren 1982 nochmal Stärke demonstrieren wollten, ist bis heute ein nationales Trauma. 649 argentinische und 255 britische Soldaten starben. Doch der Anspruch auf die Inseln die rund 400 Kilometer vor Argentiniens Küste liegen, ist eine Art Staatsräson. "Las Malvinas son argentinas", die "Falklands gehören zu Argentinien", stand auf dem Banner, das Argentiniens Nationalmannschaft nach dem Sieg gegen England im WM-Halbfinale hisste.
Nicht nur für Argentinien, auch für andere lateinamerikanische Staaten ist die britische Enklave ein Überbleibsel des Kolonialismus. Dass nun Bauarbeiten zur Erschließung eines Ölfeldes nördlich der Falklands beginnen sollen erhöht den Druck auf Milei.