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Verschwörung des Aufsichtsrats? Wordpress-Erfinder Mullenweg ist seinen Job los
Der Unternehmer verkündete die Neuigkeit im internen Chat – Automattic bestätigte sie knapp. Die Gründe sind unklar, ein Nachfolger steht fest.
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Der Gründer des Content-Management-Systems (CMS) Wordpress und ehemalige Geschäftsführer von Automattic ist seinen Job bis auf Weiteres los. Er verkündete die Neuigkeit seinen ehemaligen Kollegen in einer Chatnachricht und witterte eine Verschwörung. Der Aufsichtsrat bestätigte später in einer Mitteilung an die Wordpress-Community die Personalie. Man habe den Finanzchef des Unternehmens als Interimsgeschäftsführer eingesetzt, Mullenweg bleibe Aufsichtsrat und führe das WordPress-Projekt weiterhin an, hieß es weiter.
In seiner Nachricht an die Mitarbeiter, über die 404 Media zuerst berichtete, heißt es:
Weiter führt Mullenweg an, er habe die Abstimmungsvorlage zu seiner Freistellung erst 50 Minuten vor Beginn der Sitzung erhalten; eine Verschiebung sei ihm verwehrt worden. Welche Gründe der Aufsichtsrat ihm für die Freistellung nannte, erwähnt der Ex-Geschäftsführer nicht; auch das Gremium hielt sich bedeckt. In einer E-Mail an Medienvertreter bestätigte das Unternehmen den Schritt jedoch knapp. Man habe Mark Davies zum Interimsgeschäftsführer gewählt und habe volles Vertrauen in dessen Leistung.
Zu Automattic gehören neben dem CMS WordPress auch die MIcroblogging-Plattform Tumblr, das e-Commerce-Plug-in WooCommerce und die Podcast-App Pocket Casts. Das Wordpress-Projekt sei von Mullenwegs Freistellung nicht betroffen, stellte dessen Direktorin Mary Hubbard gegenüber den Entwicklern des quelloffenen CMS dar. Die Teams, Prioritäten und Arbeit würden wie geplant fortgeführt. Mullenweg bleibe der Anführer des Projektes, sie bleibe geschäftsführende Direktorin, so Hubbard.
Mullenweg war in den vergangenen Jahren immer wieder mit seiner Belegschaft, aber auch anderen Teilen des Wordpress-Ökosystems aneinandergeraten. Die Schlammschlacht mit Hosting-Konkurrent WP Engine führte zu Zerwürfnissen mit Plugin-Autoren und den eigenen Mitarbeitern. Fast 160 davon nahmen ein Abfindungsangebot an und verließen die Firma hinter dem beliebten Opensource-CMS. Weitere 16 Prozent der Automattic-Belegschaft setzte das Unternehmen Anfang 2025 an die Luft. Mullenweg indes verstand sich stets als Vorkämpfer für quelloffene Software.
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