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Amazon und Qualcomm: Gemeinsame Sache bei Chips fürs Rechenzentrum
von Benjamin Mamerow
11. Sep. 2026 |
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Amazon, genauer Amazon Web Services (AWS) und Qualcomm haben eine mehrjährige Kooperation bekannt gegeben, die sich über mehrere Produktgenerationen erstrecken soll. Im Zentrum steht hierbei der Ausbau von Amazons Serverinfrastruktur für KI-Anwendungen, die einiges an Rechenleistung fressen.
Die Zusammenarbeit ruht auf drei Pfeilern. Zum einen entwickelt Qualcomm zusammen mit Amazon eigene Halbleiter, die speziell für die KI-Inferenz zugeschnitten sind. Es geht dabei nicht ums Training großer Modelle, sondern um deren Betrieb im laufenden Cloud-Alltag - also um das, was passiert, wenn ein Modell tatsächlich genutzt wird, statt nur trainiert zu werden.
Der zweite Baustein betrifft die Netzwerktechnik. Damit die Datenmengen in den Rechenzentren überhaupt sinnvoll bewegt werden können, steuert Qualcomm optische Verbindungstechnologien bei. Mit eigenen SerDes- und optischen DSP-Lösungen sollen Bandbreiten von bis zu 1,6 Tbit/s möglich sein, wobei künftige Ausbaustufen bereits mitgedacht sind.
Drittens: Qualcomm selbst verlagert Teile seiner Chipentwicklung in die Cloud und setzt dafür dann eben auf AWS-Infrastruktur, unter anderem auf Amazon Bedrock. Ziel ist es, die EDA-Prozesse (Electronic Design Automation) zu beschleunigen und dadurch die Entwicklungszyklen neuer Chips zu verkürzen.
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