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Cheats frei Haus: GameSir wehrt sich gegen Vorwürfe zu seinen Controllern
Eine Diskussion unter Call-of-Duty-Profis beschert GameSir derzeit ungewollte Aufmerksamkeit. Controller des Herstellers sollen angeblich Funktionen besitzen, die Spielern einen unfairen Vorteil verschaffen. GameSir weist die Behauptung eingebauter Cheats zurück.
Ausgangspunkt sind Äußerungen professioneller Call-of-Duty-Spieler. In einem Stream wurde darüber gesprochen, GameSir-Controller in der Call of Duty League per Gentlemen's Agreement, kurz GA, auszuschließen. Dabei fiel auch der Vorwurf, die Gamepads würden über „eingebaute Cheats“ verfügen.
Ein offizielles Verbot der Controller durch die Call of Duty League gibt es bislang allerdings nicht. Ebenso wenig gibt es Belege dafür, dass GameSir Funktionen implementiert hätte, die etwa automatisch Rückstoß kompensieren oder andere klassische Cheat-Funktionen übernehmen.
GameSir selbst weist entsprechende Behauptungen zurück. Der Hersteller sieht unter anderem die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten seiner Controller als Ursprung der Diskussion.
Ganz aus der Luft gegriffen ist die Frage nach zulässigen Funktionen allerdings nicht. Aktuelle Modelle unterstützen unter anderem Makros und Turbo-Funktionen. Genau diese Features sind im professionellen E-Sport problematisch, weil Turnierregeln automatisierte Eingabefolgen üblicherweise untersagen.
GameSir hat deshalb mittlerweile eine eigene Turnier-Firmware für den G7 Pro 8K PC und den Tarantula Pro 8K PC veröffentlicht. Sie deaktiviert Makros und Turbo-Funktionen vollständig. Laut Hersteller erfüllen die Controller damit die Hardware-Vorgaben großer E-Sport-Organisationen wie CDL und ALGS.
An der eigentlichen Performance der Gamepads soll die Firmware nichts verändern. Funktionen wie die hohe Abfragerate oder die präzisen TMR-Sticks bleiben damit erhalten. GameSir empfiehlt die spezielle Firmware entsprechend nur Spielern, die an professionellen Turnieren teilnehmen.
Dass GameSir seine Controller gezielt auf ambitionierte und kompetitive Spieler ausrichtet, zeigte zuletzt auch der Test des GameSir G7 Pro 8K PC. Das Gamepad erreichte eine Abfragerate von bis zu 8.000 Hz und bietet neben TMR-Sticks vier zusätzliche Tasten sowie umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Auch Makros können über die Software auf Tasten gelegt werden.
Ausgerechnet die beworbenen 8.000 Hz erwiesen sich im Test allerdings nicht als entscheidender Vorteil: Gegenüber 1.000 Hz liegt die theoretische Zeitersparnis bei weniger als einer Millisekunde und war praktisch nicht wahrnehmbar. Punkten konnte der G7 Pro 8K stattdessen mit seinen verbesserten Tastern, den präzisen Eingaben und zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten. ComputerBase sprach deshalb eine Empfehlung aus.
Die aktuelle Debatte trifft GameSir nicht völlig unvorbereitet. Bereits zuvor hatte eine Funktion namens „RC Filter“ für Diskussionen gesorgt. Sie konnte in Apex Legends das Verhalten des Rotational Aim Assist beeinflussen und wurde im kompetitiven Umfeld untersagt. GameSir entfernte die Funktion anschließend per Software-Update.