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Es rieselt Abokündigungen: Xbox Game Pass, PS Plus und Nintendo Switch Online werden einfach immer teurer
Laut neuen Marktdaten von Circana nennen über 40 Prozent aller Kündiger von Gaming-Abos das eigene Budget als Hauptgrund für das Abo-Aus.
Wer heute sein Abo für Gaming-Dienste wie den Xbox Game Pass oder PlayStation Plus kündigt, gibt deutlich häufiger die Kosten als Grund an als noch zu Beginn des Jahres.
Das geht aus neuen Daten hervor, die Mat Piscatella, Senior Director und Branchenanalyst bei Circana, veröffentlicht hat. Zumindest in den USA führt der Preis demnach immer öfter dazu, dass Spieler ihre monatlichen Gaming-Abos beenden.
„Laut Circanas 'Future of Insights for Video Games Consumer Survey' entwickeln sich die Kosten in den USA immer stärker zum Hauptgrund für Kündigungen beim Xbox Game Pass Essential, PS Plus Essential und bei Nintendo Switch Online“, erklärte Piscatella auf Bluesky. „Über 40 % der US-Kündiger nennen den Preis als entscheidenden Faktor – das sind mehr als noch im ersten Quartal.“
Piscatella stellt jedoch direkt klar, dass diese Daten nicht bedeuten, dass insgesamt mehr Menschen ihre Gaming-Abos kündigen. „Das hat keinen Bezug zur absoluten Zahl der Kündigungen“, schreibt er. Es bedeutet lediglich: Wer sein Abo aufgibt, schiebt die Schuld mittlerweile eher auf die Preise statt beispielsweise auf ein schwaches Spieleangebot.
In der aktuellen Circana-Umfrage entschieden sich 50 % der Personen, die in den letzten Monaten ihr Abo bei Nintendo Switch Online gekündigt hatten, für folgende Antwort: „Ich konnte die Kosten des Abos nicht mehr mit meinem Budget vereinbaren, mochte den Dienst aber eigentlich.“ Zu Beginn des Jahres lag dieser Wert noch bei 40 %. Beim Xbox Game Pass Essential und bei PS Plus Essential gaben 40 % der Befragten diesen Grund an – verglichen mit 37 % im ersten Quartal.
Überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Schließlich ist in der Gaming-Welt zuletzt fast alles teurer geworden – von der Hardware bis zu den Spielen selbst. Für PS Plus gab es erst Anfang des Jahres eine Preiserhöhung. Auch die Preise für den Xbox Game Pass haben sich fast verdoppelt, bevor das Unternehmen zurückruderte und Call of Duty aus dem Dienst auskoppelte. Einzig Nintendo Switch Online trotzt dem Trend bislang und hält die Preise in den meisten Regionen stabil.
Auch alle drei großen Konsolenhersteller haben dieses Jahr die Hardware-Preise unter dem Deckmantel vager „Marktbedingungen“ angezogen. Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt jedoch den wahren Grund: KI-Rechenzentren saugen massenweise Speicherbausteine vom Markt ab und treiben so die Kosten für andere Hardware-Hersteller durch die Decke.