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Bitkom-Umfrage: Mehrheit der deutschen Unternehmen setzt inzwischen KI ein
Laut einer repräsentativen Befragung des Branchenverbandes Bitkom setzt erstmals die Mehrheit der deutschen Wirtschaft Künstliche Intelligenz ein. Damit hat sich der Anteil der KI-Nutzung binnen zwei Jahren fast verdreifacht. Dennoch sieht jedes dritte Unternehmen durch die Technologie die eigene Existenz bedroht.
Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen auf dem Vormarsch und übernimmt immer mehr Aufgaben im Wirtschaftsalltag. Neben den deutlich gestiegenen Fähigkeiten und den daraus resultierenden Einsatzgebieten trägt dazu auch die wachsende Akzeptanz bei. So sollen der als repräsentativ geltenden Umfrage unter 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten zufolge 91 Prozent KI als wichtigste Zukunftstechnologie bezeichnen; im Vorjahr waren es 81 Prozent, 2024 nur 73 Prozent.
Lediglich 8 Prozent der befragten Unternehmen halten Künstliche Intelligenz dagegen für einen überschätzten Hype, vor zwei Jahren waren es noch 26 Prozent. Zudem sehen 80 Prozent in KI deutliche Chancen für das eigene Unternehmen, während kein Unternehmen überhaupt keinen Einfluss auf das eigene Geschäft erwartet.
Die gestiegene Zustimmung verändert auch das Unternehmensumfeld. Bei KI-Anwendungen liegt die automatisierte Bearbeitung von Kundenanfragen mit 72 Prozent an der Spitze, Marketing und Kommunikation folgen mit 54 Prozent. In anderen Bereichen sind KI-Modelle und Agenten zwar noch weniger verbreitet, doch auch dort ist der Einsatz binnen eines Jahres deutlich gestiegen. Beim internen Wissensmanagement soll sich der Anteil von 11 auf 22 Prozent verdoppelt haben. Bei KI in eigenen Produkten und Dienstleistungen stieg er von 12 auf 20 Prozent, im Vertrieb von 5 auf 14 Prozent und in IT-Abteilungen von 2 auf 9 Prozent.
Auch Controlling und Rechnungswesen verzeichnen Zuwächse, hier stieg der Anteil gegenüber 2025 von 17 auf 25 Prozent. In Produktionsabläufen setzen mittlerweile 22 Prozent auf KI-Unterstützung, gefolgt von Forschung und Entwicklung mit 16 Prozent, Rechts- beziehungsweise Steuerabteilungen mit 8 Prozent und dem Management mit 7 Prozent.
Für viele Unternehmen hat sich der KI-Einsatz stattdessen bereits ausgezahlt. Zwei Drittel sehen ihre Wettbewerbsposition verbessert, 48 Prozent konnten interne Prozesse deutlich optimieren und beschleunigen. 45 Prozent registrierten einen messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Bei 40 Prozent verbesserte sich zudem die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen, 36 Prozent entwickelten mithilfe von KI sogar neue Angebote und beschritten teilweise komplett neue Wege. Dennoch gehen viele Unternehmen davon aus, das höchstmögliche Nutzungsniveau noch nicht erreicht zu haben, und sehen weiteres deutliches Potenzial.
Dabei rücken KI-Agenten immer stärker in den Fokus, die Mitarbeitern weitere Aufgaben abnehmen und selbstständig erledigen sollen. Ihr Anteil am Arbeitsalltag ist noch gering, lediglich 11 Prozent der Unternehmen, die bereits Künstliche Intelligenz nutzen, setzen sie ein. 29 Prozent planen den Einsatz, 31 Prozent denken darüber nach und für 24 Prozent sind KI-Agenten derzeit gar kein Thema. Auch die Investitionen steigen: 45 Prozent geben für Künstliche Intelligenz mehr als im Vorjahr aus, davon 13 Prozent deutlich und 32 Prozent eher mehr. Die Hälfte hält die Ausgaben konstant, lediglich 3 Prozent reduzieren sie eher – aber kein Unternehmen deutlich. Nur 2 Prozent haben bislang nie in KI investiert und planen dies auch künftig nicht.
Überraschend fällt die Verteilung der Kosten aus: Der Großteil entsteht weder durch Software-Abonnements mit 21 Prozent noch durch die eigentliche Nutzung mit 8 Prozent, sondern laut 51 Prozent der Angaben durch die Infrastruktur wie Cloud-Dienste und Rechenleistung. Bei 50 Prozent kommt die Datenaufbereitung, bei 41 Prozent die Integration in bestehende Systeme hinzu. Schulungen sind für 19 Prozent ein Kostenfaktor.
Bei Unternehmen, die noch keine Künstliche Intelligenz einsetzen, nennen 85 Prozent mangelndes technisches Know-how als mit Abstand größtes Hi