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Israel: Aufgeladene Debatte über Gaza-Doku "Naza"
Die Doku "Naza" über den israelischen Gaza-Einsatz ist bei den Filmfestspielen in Venedig mit Standing Ovations bedacht worden. In Israel dagegen sind die Filmemacher massiver Kritik und einer Drohung des Kulturministers ausgesetzt.
In Israel ist der Dokumentarfilm "Naza", was so viel wie "Kollateralschaden" bedeutet, von Yuval Abraham und Rachel Szor noch nicht öffentlich zu sehen. Doch die Reaktionen vor allem aus dem rechten Lager der Regierung von Benjamin Netanjahu fallen heftig aus.
Der Premier selbst postete am Abend ein Video, in dem er den Film aus Venedig, von dem er gehört habe, als "schockierend und unerträglich" bezeichnete und die Wahlkampfgegner der Opposition angriff.
Vor allem aber wird in den Sozialen Medien über die Drohung des israelischen Kulturministers Miki Zohar diskutiert, der den Film als "Verrat am Staat" bezeichnet. Er droht den Filmemachern mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft.
Das allerdings halten Vertreter der Opposition für Wahlkampftheater, so auch Oppositionspolitiker Avigdor Lieberman, der den Film dennoch scharf kritisierte. Er sagte einem israelischen Radiosender:
Eine Auszeichnung bei den Filmfestspielen in Venedig zählt für Filmschaffende zu den wichtigsten Ehrungen.
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Am 27. Oktober wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Fast täglich lösten Äußerungen aus dem Regierungslager, aber auch Vorwürfe der Opposition Diskussionen aus, bei denen es darum gehe, sich ins Gespräch zu bringen, sagen Wahlbeobachter.
Zwar ist der Entzug der israelischen Staatsbürgerschaft seit einigen Jahren im Land rechtlich möglich, allerdings sind die Hürden extrem hoch. Laut Rechtsexperten müsste tatsächlich Landesverrat, Spionage oder Terrorismus nachgewiesen werden.
Filme fallen unter die Kunst- und Meinungsfreiheit. Die Debatte dreht sich in Israel eher um die Drohung, einem Israeli die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Weniger geht es um den Inhalt des Films, der im Land noch nicht gezeigt wurde. "Naza"-Regisseur Yuval Abraham will genau das ändern:
Eine brisante Enthüllung erhärtet den Vorwurf, dass Netanjahu Warnungen vor dem Hamas-Überfall 2023 ignoriert haben soll.
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