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Microsoft legt Verhaltenskodex für eigene KI-Modelle vor
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Microsoft gibt seinen eigenen KI-Modellen einen Verhaltenskodex vor, nach dem sie sich unbedingt zu richten haben.
Der Kodex regelt den Umgang mit Zielkonflikten, gibt Werte vor und legt Verhaltensgrenzen fest. Ihm sollen sich auch die Regeln der Nutzer unterordnen. Microsofts eigene MAI-Modelle sollen demnach ein Abschalten durch befugte Personen widerspruchslos zulassen, dürfen ihren Aufgabenbereich nicht selbstständig erweitern und können nach Erreichen eines Zielpunkts nur dann weiterarbeiten, wenn dies erneut von einem Menschen genehmigt wird. Sie dürfen ihre Gedanken nicht mutwillig verschleiern und auch untereinander nicht in einer Weise kommunizieren, die für Menschen nicht verständlich ist. Sie sollen kein Bewusstsein nachahmen und weder behaupten, eigene Gefühle zu haben, noch Rechte für sich einfordern. Oberstes Prinzip ist die Kontrollierbarkeit durch Menschen, der notfalls auch Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit oder Autonomie geopfert werden soll.
Der Kodex soll jetzt sechs Wochen lang öffentlich diskutiert und in einer danach überarbeiteten Fassung ab 2027 für die Modellentwicklung verbindlich sein. Konkrete Vorgaben für eine Tempodrosselung enthält er allerdings nicht, auch wenn er unmittelbar nach dem viel beachteten offenen Brief von Anthropic-CEO Dario Amodei erscheint, der eine Verlangsamung des Entwicklungstempos gefordert hatte.
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