// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Russischer Oligarch hat Hochzeit von Trump Jr. mitfinanziert
Ein russischer Oligarch hat die Hochzeit von Donald Trump Jr. auf den Bahamas gesponsert. Dessen Braut bestätigt ein "großzügiges Hochzeitsgeschenk von einem Freund", für die US-Opposition ist das "besorgniserregend".
Ein russischer Oligarch hat die Hochzeitsfeier des Sohns von US-Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr., mitfinanziert. Umar Kremlew habe Hunderttausende US-Dollar für die Party auf den Bahamas bezahlt, berichtete die investigative Medienplattform ProPublica. Allein die Anmietung einer der beiden Privatinseln, auf denen die dreitägige Party stattfand, soll rund 100.000 US-Dollar pro Nacht gekostet haben, das Feuerwerk dürfte mit etwa 70.000 US-Dollar zu Buche geschlagen haben.
"Freundschaft braucht keine politischen Motive. (...) Und manchmal ist ein Hochzeitsgeschenk einfach nur ein Hochzeitsgeschenk", schrieb Trumps Schwiegertochter Bettina Trump nach der Veröffentlichung des Berichts auf Instagram. "Unser lieber Freund Umar hat uns großzügigerweise zwei wundervolle Abende zum Feiern NACH unserer Hochzeit ausgerichtet." Es sei "ein außergewöhnlich großzügiges Hochzeitsgeschenk von einem Freund, für das wir ihm unglaublich dankbar waren und sind".
Hintergrund
21.07.2017
Das Treffen von Donald Trump Jr. im Wahlkampf seines Vaters mit mehreren Russen sorgt für heftige Diskussionen in Washington.
mehr
Kremlew ist Präsident des Boxverbands IBA und soll gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhalten. Laut ProPublica lernte er Trump Jr. erst kurz vor dessen Hochzeit im Mai kennen und nahm dennoch mit einer größeren Gruppe anderer russischer Gäste an der Party teil, die Bettina Trump als eine Feier "im engsten Familienkreis" bezeichnete.
Kremlew, hier neben dem russischen Präsidenten Putin, ist Präsident des Boxverbands IBA.
US-Präsident Trump wird immer wieder eine gewisse Nähe zu Moskau vorgeworfen. Die russische Regierung versuchte zudem bereits 2016, die Präsidentenwahl in den USA zugunsten von Trump zu beeinflussen, wie aus einem Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats hervorgeht.
Auch Trump Jr. selbst stand wegen russischer Kontakte in der Kritik. Im Wahlkampf zur ersten Präsidentschaft seines Vaters hatte er sich 2016 mit mehreren Russen zu Gesprächen getroffen. Er musste deswegen 2017 vor dem Justizausschuss des US-Senats aussagen.
Der älteste Sohn von US-Präsident hat bestätigt, dass er auf russische Informationen gegen die Demokratin Clinton hoffte.
mehr