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US-Senat stoppt Gesetz - Kryptowährungen unter Druck
Ein US-Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen ist im Senat gescheitert. Das ist eine Niederlage für Donald Trump und setzt die Kurse unter Druck. Der Bitcoin fällt zeitweise unter 75.000 Dollar.
Der Bitcoin steht schon seit geraumer Zeit unter Druck. Von seinem Höchststand im Oktober 2025 ist die wohl bekanntest Kryptowährung weit entfernt. Damals lag der Bitcoin bei 120.000 Dollar, danach halbierte er sich bis August 2026 nahezu. Die Stabilisierung Anfang September auf zeitweise über 82.000 Dollar wurde gestern abrupt beendet.
Der Bitcoin-Kurs fiel zeitweise auf unter 75.000 Dollar. Auch andere große Kryptowährungen gaben nach. Ether verlor zeitweise mehr als fünf Prozent, XRP sogar rund zehn Prozent.
Was steckt dahinter? Für Verkaufsdruck sorgte am Dienstag eine Abstimmung im US-Senat. Die Abgeordneten sollten den Weg für den sogenannten "Clarity Act" freimachen. Das Gesetz soll erstmals einen umfassenden bundesweiten Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen.
Doch dafür kam nicht genügend Unterstützung zusammen. In einer Verfahrensabstimmung votierten 49 Senatorinnen und Senatoren dafür, 50 dagegen. Die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen wurde deutlich verfehlt. US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner haben damit im Kongress eine empfindliche Niederlage erlitten.
Der "Clarity Act" gilt als eines der wichtigsten politischen Vorhaben der US-Kryptobranche. Mit dem Gesetz sollten unter anderem Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC klarer geregelt werden. Für Unternehmen der Branche hätte das mehr rechtliche Planungssicherheit bedeuten können.
Das Scheitern der Abstimmung ist allerdings zunächst vor allem ein politischer und regulatorischer Rückschlag. Der Handel mit Kryptowährungen wird dadurch nicht beendet. Auch die bestehenden Aufsichtsregeln bleiben bestehen. Unklarer ist dagegen, wann es in den USA zu einem umfassenderen und dauerhaften Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte kommen wird.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Trump lukrative Geschäfte in der Kryptobranche gemacht.
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Über das Gesetz war zuletzt vor allem zwischen Republikanern und Demokraten gestritten worden. Ein Streitpunkt waren zusätzliche Regeln für den Umgang von Regierungsmitgliedern mit Kryptowährungen und mögliche Interessenkonflikte. Laut einer von der Regierung veröffentlichten Einkommenserklärung hat US-Präsident Trump 2025 über eine Milliarde Dollar durch Krypto-Geschäfte eingenommen. Präsident Trump unterstützt das Gesetzes-Vorhaben.
Krypto-Unternehmen hatten sich davon mehr Rechtssicherheit versprochen. Die finanzstarke Branche hatte Hunderte Millionen Dollar in Kampagnen investiert, um das Vorhaben voranzubringen. "Das tut weh", schrieb Brad Garlinghouse, Chef des Kryptounternehmens Ripple, nach der Entscheidung.