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iPhone 18 Pro (Max): Was macht eine variable Blende und wie ändert das Fotos?
iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max bekommen erstmals eine mechanisch variable Blende in der Hauptkamera. Apple verspricht damit bessere Aufnahmen bei wenig Licht, mehr Kontrolle über die Schärfentiefe und zusätzliche Möglichkeiten bei Foto und Video. Aber was bedeutet das bei einer kleinen Smartphone-Kamera tatsächlich?
Ganze 19 Jahre lang kamen iPhones ohne verstellbare Blende aus, jetzt ist sie plötzlich eine der größten Neuerungen der neuen Pro-Modelle. Was hat es damit also auf sich?
Grundsätzlich bezeichnet die Blende die verstellbare Öffnung innerhalb eines Kameraobjektivs. Mehrere Lamellen bilden dabei eine kreisförmige Öffnung, deren Durchmesser verändert werden kann. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht gelangt durch das Objektiv auf den Sensor. Wird sie hingegen verkleinert, fällt entsprechend weniger Licht auf den Sensor. Die Blende ist damit neben der Empfindlichkeit (ISO) und der Verschlusszeit einer der drei maßgeblichen Regler für die Belichtung.
Wie groß die Öffnung tatsächlich ist, wird in der Fotografie allerdings üblicherweise nicht in Millimetern angegeben, sondern über die sogenannte Lichtstärke oder Blendenzahl. Die Schreibweise ist zunächst nicht sonderlich intuitiv: Eine kleinere Blendenzahl steht für eine größere Öffnung, denn sie beschreibt das Verhältnis von Brennweite zu Öffnungsweite und wird deshalb als Bruch angegeben – mit der Brennweite f im Zähler und der Apertur im Nenner. Bei f/1.4 ist die Öffnung also größer als bei f/2.8, das Objektiv gilt als lichtstärker. Und wenn die Brennweite etwa von 24 mm auf 70 mm erhöht wird, die Blende jedoch bei f/2.8 bleibt, vergrößert sich die Apertur von rund 8,6 mm auf 25 mm. Die Blendenzahl als dimensionslose Größte bleibt dabei identisch.
Der Wert ist wiederum nicht nur ein Maß für die Lichtmenge, die durch ein Objektiv auf den Sensor fällt, sondern beeinflusst auch die Schärfentiefe: Eine größere Öffnung führt grundsätzlich zu geringerer, eine kleinere zu größerer Schärfentiefe. Eine offene Blende ermöglicht also grundsätzlich einen stärker ausgeprägten Bokeh-Effekt, also unscharfe Vorder- und Hintergründe.
Beim iPhone 17 Pro (Max) (Test) war die Hauptkamera auf eine feste Blende von f/1.78 ausgelegt. Eine mechanische Iris, die diese Öffnung verändern konnte, gab es nicht. Die Optik arbeitete also stets mit derselben maximalen Blendenöffnung. Die Belichtung konnte das iPhone stattdessen mit Verschlusszeit und ISO regulieren. Das galt so bislang auch für alle anderen Kameras an Apple-Smartphones.
Beim iPhone 18 Pro (Max) komplettiert jetzt eine variable Blende das System, wenngleich sie in der Standard-Kamera-App nicht stufenlos angepasst werden kann. Apple erlaubt hier genau vier Positionen: Die neue Offenblende von f/1.48 sowie f/1.8, f/2.8 und f/4.0. Dabei ist f/1.8 die Standardeinstellung, von der ausgehend das iPhone – oder der Nutzer – die Blende öffnen oder schließen kann.
Bevor sich die Blendenwerte weiter einordnen lassen, müssen sie allerdings vor dem Hintergrund des Kamerasensors entschlüsselt werden. Denn angegeben wird die Blende stets zusammen mit der Brennweite, die im Fall der Hauptkamera beim Kleinbild-Äquivalent von 24 mm bleibt. Es handelt sich also um ein klassisches Weitwinkelobjektiv. Soweit, so gut.
Allerdings besitzt das iPhone wenig überraschend keinen Kamerasensor im Kleinbildformat, sondern arbeitet mit einer Fläche von rund 71,5 mm², was ungefähr einen Crop-Faktor von 3,5 ergibt. Bei einem so viel kleineren Sensor braucht es, wenig überraschend, auch ein kleineres Objektiv. Und tatsächlich, die reale Brennweite des Objektivs auf der Standardkamera liegt bei nur rund 6,8 mm.
Woher kommen also die 24 mm? Die rühren daher, dass Apple die Brennweite so angibt, als handele sich um einen „normal“ großen Sensor. Will meinen: mit 6,8 mm Brennweite vor dem iPhone-Sensor entsteht ein Bildwinkel, der einem 24-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera entspricht. Eine auf ComputerBase passende Analogie für den Bildwinkel – und