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The Witcher 3 ist für Hauptautor Marcin Blacha kein unantastbares Werk
Marcin Blacha sieht auch elf Jahre später noch Verbesserungspotenzial – Songs of the Past gibt alten Ideen eine zweite Chance.
The Witcher 3 ist mittlerweile elf Jahre alt und offenbar noch lange nicht am Ende. Mit Songs of the Past erhält der Titel eine große neue Erweiterung, auf die sich sicherlich schon viele Fans freuen. Nun äußerte sich Marcin Blacha, der Hauptautor von The Witcher 3, dazu, warum es für ihn kein Problem ist, ein so beliebtes Spiel nach all den Jahren noch einmal anzufassen. Für ihn sei The Witcher 3 kein unantastbares Werk.
Der Leadautor und jetzige Vice President of Narration bei CD Projekt Red, Marcin Blacha, sprach in einem Interview mit PC Gamer über seine Einstellung zu The Witcher 3: "Für mich ist ‚The Witcher 3‘ kein Denkmal und auch nicht unantastbar. Es ist mir noch immer lebhaft in Erinnerung, und es ist nach wie vor etwas, das vielleicht kein Maßstab ist, aber dennoch verbessert werden könnte."
"Wenn ich The Witcher 3 spiele, stoße ich immer noch auf Stellen, bei denen ich denke, dass ich es heute vielleicht anders machen würde."
Über die vergangenen elf Jahre hat sich seine Perspektive als Entwickler auf das Spiel verändert. Somit sei es für ihn kein fertiges Werk, das nicht mehr angerührt werden dürfe. Stattdessen besitzt The Witcher 3 für ihn immer noch Verbesserungs- und Erweiterungspotenzial. Genau dieses Potenzial sieht er auch in der neuen Erweiterung Songs of the Past.
Für ihn war die Hinzufügung der Erweiterung keine "große Sache". Er erklärte im Interview: "Tatsächlich ist es ein tolles Gefühl, festzustellen, dass wir das Spiel noch haben – dass wir dieses Spiel besitzen und immer noch in der Lage sind, eine Geschichte zu erschaffen, die nicht nur zum Basis-Spiel The Witcher 3, sondern auch zu Hearts of Stone und Blood and Wine passt. Es ist immer noch ein sehr erhebendes Gefühl – eine Zeitmaschine, die mich zehn Jahre zurückversetzt, in eine Zeit, als ich jünger und vielleicht leidenschaftlicher und begeisterter war."
Für ihn ist es eine große Motivation, erneut an The Witcher 3 zu arbeiten, und zugleich wie ein Sprung in eine Zeitmaschine. Denn das Entwicklerteam hatte schon lange geplant, Geralt seine Kettenwaffe zu geben, die man nun aus Songs of the Past kennt. Diese konnte jedoch nicht ins ursprüngliche Spiel implementiert werden, da sie aus technischen Gründen nicht umsetzbar war. Somit hat das Team durch den technischen Fortschritt die Möglichkeit, auch ältere Ideen endlich umsetzen zu können.
Songs of the Past zeigt somit, dass The Witcher 3 auch nach ganzen elf Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Durch den technischen Fortschritt können nun sogar Ideen umgesetzt werden, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht möglich waren. Die Erweiterung wird aber auf jeden Fall einigen The-Witcher-Fans die Wartezeit auf The Witcher 4 versüßen.