// STADT-BREMERHAVEN — FINANZA
Immer mehr Pakete landen vor der Haustür
von Carsten Knobloch
27. Sep. 2026 |
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Wer nicht ständig zu Hause ist, kennt das Spiel: Entweder pilgert man nach Feierabend in die nächste Filiale oder hofft, dass die Nachbarschaft die Lieferung angenommen hat. Immer mehr Menschen in Deutschland regeln das mittlerweile direkt über eine Abstellgenehmigung. Wie aktuelle Zahlen der Paketdienste zeigen sollen, landet die Sendung immer häufiger direkt vor der Wohnungstür, im Carport oder im Garten.
Marktführer DHL zählt laut den dpa-Angaben hierzulande mittlerweile über zehn Millionen dauerhafte Ablageort-Vereinbarungen, was einem Zuwachs von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei Hermes ging es seit August 2025 sogar um 30 Prozent nach oben, während GLS und DPD von stabilen Werten berichten. Bei DPD wird inzwischen etwa ein Viertel aller B2C-Sendungen über eine solche Genehmigung zugestellt. GLS meldet rund zwei Millionen permanente Abstellgenehmigungen, von denen 1,5 Millionen regelmäßig genutzt werden.
Besonders gefragt ist der Service im ländlichen Raum sowie in Wohngebieten mit Einfamilienhäusern, doch auch in städtischen Mehrfamilienhäusern weichen Kunden zunehmend auf Innenhöfe oder Fahrradschuppen aus.
Einen Haken gibt es allerdings, den man im Hinterkopf behalten sollte: Das Risiko wandert mit dem Abstellen komplett zum Empfänger. Sobald der Bote das Paket am vereinbarten Ort abgelegt hat, haftet der Logistiker bei einem Diebstahl nicht mehr. Laut DHL sind die Reklamationszahlen bei Ablage-Paketen allerdings nicht höher als bei klassischen Zustellungen.
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