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Bruno Kramm: Das-Ich-Musiker und Ex-Piraten-Politiker ist tot
Musiker Kramm: Keyboarder, Komponist und Produzent von Das Ich
Er gründete die Band Das Ich und war als deren Keyboarder weiterhin aktiv. Nach einem Konzert in Granada ist der Musiker Bruno Kramm in der Nacht zum Samstag gestorben. Er wurde 58 Jahre alt. Der Veranstalter Distortiongirl Eventos bestätigte seinen Tod in den sozialen Medien.
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Kramm hatte am Freitagabend mit seinem langjährigen Bandkollegen Stefan Ackermann in der spanischen Stadt gespielt. Nach dem Auftritt soll er in den Räumen des Veranstaltungsorts zusammengebrochen sein. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt. Die Lokalzeitung »Ideal« berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen, die Behörden gingen von einem natürlichen Tod aus. Eine bestätigte Todesursache wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Kramm und Ackermann hatten sich 1986 in Bayreuth kennengelernt. Ende der Achtzigerjahre gründeten sie Das Ich. Die Band gehörte zu den prägenden Vertretern der Neuen Deutschen Todeskunst, einer Spielart von Gothic und Dark Wave. Kramm formte den Sound der Gruppe nicht nur am Keyboard, sondern auch als Komponist und Produzent. Auch abseits der Band wirkte Kramm in der Szene: Mit seinem Label Danse Macabre Records unterstützte er Künstler aus Gothic, Electro und Dark Wave.
Berliner Pirat Kramm, 2016: Landesvorsitzender und Spitzenkandidat
Im Jahr 2016 war Kramm auch politisch aktiv: Er führte die Berliner Piratenpartei als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat in den Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl. Nach dem enttäuschenden Ergebnis trat er als Parteichef zurück und verließ die Piraten.
»Nach der schweren Krankheit des Sängers Stefan Ackermann und dem politischen Ausflug des Komponisten Bruno Kramm, melden sich Das Ich jetzt mit neuem Line-up zurück«, heißt es auf der Website der Band . Im Oktober 2025 veröffentlichte die Band ihr Album »Fanal«.