// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
Milchprodukte könnten spürbar teurer werden
Milch, Joghurt und Quark könnten bald deutlich teurer werden. Die Molkereien wollen höhere Preise durchsetzen. Eine Rolle spielt dabei auch das Klima im tropischen Pazifik - und der Proteinhype.
Der Milchindustrie-Verband erwartet, dass die Preise für Milch, Joghurt und Quark deutlich ansteigen. Der Verband sprach von erheblichen Preissteigerungen, die dringend notwendig seien.
Aus Sicht des Verbands sprechen mehrere Faktoren für steigende Preise: Der Absatz von Milch und Milchprodukten laufe ausgesprochen gut. Zudem habe die sommerliche Dürrephase in Deutschland und Europa die Milchanlieferung regional stark einbrechen lassen.
Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben in Deutschland.
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Viele Experten rechneten zusätzlich durch einen starken El-Niño-Effekt im tropischen Pazifik mit einer deutlichen Abschwächung der weltweiten Milchanlieferung. Der El-Niño-Effekt kann in wichtigen Molkereiexportregionen zu Dürren führen.
Erste Anzeichen für eine Wende gab es zuletzt bereits bei Butter: Nach einem starken Preisverfall Ende 2025, der Butter zeitweise unter die Marke von einem Euro pro 250-Gramm-Päckchen gedrückt und Bauernverbände zu Protesten veranlasst hatte, zog der Preis wieder an.
Auch der Proteinboom spiele eine Rolle, sagt Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Molkenproteinkonzentrate seien derzeit stark gefragt.
Lebensmittelpreise sind seit 2020 stark gestiegen. Trotzdem hat die Politik dem Thema lange wenig Beachtung geschenkt.
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