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Indien und Nepal: Viele Tote wegen Überschwemmungen
Starke Regenfälle haben in Nordindien und Nepal schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Dabei wurden in beiden Ländern mehr als 80 Menschen getötet, zahlreiche werden noch vermisst. Hunderte Häuser wurden zerstört.
Heftiger Regen hat in Nordindien und Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche mit mindestens 62 Todesopfern ausgelöst. Allein im bevölkerungsreichsten indischen Bundesstaat Uttar Pradesh seien in den vergangenen drei Tagen 56 Menschen ums Leben gekommen, teilten die Behörden am Sonntag mit.
Bewohner eines tief gelegenen Stadtviertels beobachten, wie ihr Viertel nach heftigen Regenfällen in Kanpur (Bundesstaat Uttar Pradesh/Indien) vom Hochwasser überschwemmt wird. (Archivbild: 22.09.2026)
46 weitere Menschen wurden verletzt und mehr als 1.000 Häuser beschädigt, wie die Landesregierung am Montag mitteilte. Auch auf Feldern richteten die Wassermassen schwere Schäden an. Schulen blieben unter anderem in Lakhnau, der Hauptstadt des Bundesstaats, geschlossen. Die Regenfälle in dieser Woche waren nach Angaben der Behörden in Uttar Pradesh außergewöhnlich stark. Von Freitag bis Sonntag fielen demnach 66,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - der saisonale Durchschnitt liegt bei 7,6 Litern.
Im ostindischen Bundesstaat Odisha wurden wegen Überschwemmungen mehr als 75.000 Menschen in sichere Gebiete gebracht. Dort traten nach Berichten des Senders NDTV ebenfalls Flüsse über die Ufer.
Ein Monat nach der Sturzflut ist die Katastrophe für die Menschen in Nepal noch lange nicht vorbei.
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Auch im benachbarten Nepal, das noch immer mit den Folgen der verheerenden Sturzflut Ende August zu kämpfen hat, gab es nun neue Überschwemmungen und Erdrutsche. Seit Donnerstag kamen dort nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde 21 Menschen ums Leben, fünf Menschen wurden verletzt. Sieben weitere werden nach Angaben einer Sprecherin noch vermisst. Überschwemmungen und Erdrutsche beschädigten 194 Häuser.
Fachleuten zufolge führt der Klimawandel zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse in Südasien. Ende August war eine gigantische Sturzflut durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China gerauscht. Mehr als 1.400 Menschen starben, Tausende weitere werden immer noch vermisst. Ausgelöst wurde die Sturzflut durch einen Gletscherabbruch im Himalaya. In Nordindien kommt es während der Monsunzeit von Juni bis September häufig zu Unwettern mit Starkregen.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 28.09.2026 | 11:00 Uhr