// COMPUTERBASE — SALUTE
Ayaneo: CEO Arthur Zhang erteilt Dual-Screen-Wettkampf eine Absage
Ayaneo hält sich bei günstigen Dual-Screen-Handhelds vorerst zurück. CEO Arthur Zhang erklärte in einem Livestream, dass er sich nicht am aktuellen Wettkampf dieser Geräteklasse beteiligen werde. Das wachsende Segment bleibt somit zunächst Konkurrenten wie Ayn, Retroid und Anbernic überlassen.
Bei der Vorstellung des neuen Konkr Pocket Block nutzte Ayaneo-CEO Arthur Zhang den vergangenen Livestream auch für eine kurze Frage-Antwort-Runde. Ein Zuschauer wollte dabei wissen, ob der Hersteller einen neuen Dual-Screen-Handheld für das günstige oder mittlere Preissegment plane. Zhang hielt sich mit seiner Antwort kurz, formulierte seine Haltung aber eindeutig: „Ich werde mich nicht am Dual-Screen-Wettkampf beteiligen“. Konkrete Angaben zu möglichen künftigen Geräten mit zwei Displays machte der CEO anschließend nicht. Stattdessen wechselte er unmittelbar zur Wahl des Prozessors für den Pocket Block.
Bei Dual-Screen-Handhelds herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb, von dem Konsumenten in Form günstiger Geräte profitieren. Mit dem Ayn Thor, Retroids Pocket Duo Lite und Anbernics RG DS Plus haben sich bereits mehrere Modelle am Markt etabliert, während für das kommende Jahr zusätzlich der Yoniq Duo geplant ist. Unterschiede bestehen unter anderem beim Betriebssystem, der Verarbeitungsqualität, der Leistung und der jeweiligen Marktpositionierung.
Erfahrung mit Handhelds mit zwei Bildschirmen besitzt Ayaneo bereits, bislang konzentrierte sich der Hersteller damit jedoch auf das Premium-Segment. Frühere Modelle starteten bei rund 550 US-Dollar, besonders umfangreich ausgestattete Varianten konnten mehr als 1.700 US-Dollar kosten. Mit einem günstigeren Dual-Screen-Handheld würde Ayaneo entsprechend eine deutlich andere Zielgruppe ansprechen.
Offen bleibt, ob Zhang damit eine langfristige strategische Entscheidung beschreibt oder sich seine Aussage lediglich auf die aktuelle Produktplanung bezieht. Ayaneo könnte das Segment zu einem späteren Zeitpunkt somit durchaus wieder aufgreifen. Gegen eine derzeitige Entwicklung könnten allerdings insbesondere die hohen Kosten beziehungsweise die starke Nachfrage nach kleinen Displays und Speicherkomponenten sprechen.