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Mistral eröffnet KI-Standort in München
Mistral baut in München Teams für Industrie-KI und physikalische Simulationen auf. Zu den ersten Partnern gehören BMW, Siemens Energy und die TUM.
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Das französische KI-Unternehmen Mistral eröffnet einen Standort in München. Dort sollen Forschungsteams für KI-gestützte physikalische Simulationen und industrielle Anwendungen sowie Ingenieure arbeiten, die Unternehmenskunden bei konkreten KI-Anwendungen unterstützen. Zum Start nennt Mistral Kooperationen mit BMW und Siemens Energy sowie eine Forschungspartnerschaft mit der Technischen Universität München (TUM).
Mit BMW wird Mistral an KI-gestützten Crashsimulationen arbeiten, mit Siemens Energy an KI-Anwendungen für den industriellen Einsatz. Gemeinsam mit der TUM entwickelt Mistral zudem digitale Zwillinge für die Fahrzeugaerodynamik. Dafür sollen Messdaten aus dem Windkanal mit Strömungssimulationen kombiniert werden, um hochpräzise aerodynamische Vorhersagen in Echtzeit zu ermöglichen.
Mistral begründet die Standortwahl mit der Bedeutung der deutschen Industrie sowie Münchens industrieller Basis, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Technologie-Ökosystem. Das Unternehmen will vor Ort weitere Fachkräfte für Forschung, technische Entwicklung und angewandte KI einstellen. In der Ankündigung nennt Mistral weder die geplante Mitarbeiterzahl noch das Investitionsvolumen für den Münchner Standort.
Ein Schwerpunkt des Standortes ist sogenannte Physics AI. Solche Systeme sollen physikalische Vorgänge wie Strömungen, Materialverformungen, Wärmeübertragung oder mechanische Belastungen modellieren und Ergebnisse wesentlich schneller vorhersagen, für deren Berechnung klassische Simulationen bislang teils Tage benötigen.
Die nötige Expertise verstärkte Mistral im Mai mit der Übernahme des österreichischen Start-ups Emmi AI. Mehr als 30 Physiker, Forscher und Ingenieure wechselten damit zu Mistral. Emmi AI arbeitete unter anderem an KI-Modellen für Strömungssimulationen, Strukturanalysen und das Zusammenspiel physikalischer Prozesse.
Der neue Standort passt zu Mistrals breiterer Strategie, sich über die Modellentwicklung hinaus als Komplettanbieter für Unternehmenskunden aufzustellen. Mistral will künftig eigene Modelle, Unternehmenssoftware und Recheninfrastruktur aus einer Hand anbieten und bis 2030 in Europa Kapazitäten von bis zu einem Gigawatt aufbauen. Seine Open-Weight-Modelle und lokalen Betriebsoptionen vermarktet Mistral dabei als Beitrag zur europäischen KI-Souveränität.
Anfang September sammelte Mistral dafür drei Milliarden Euro ein. Bereits im Juli hatte Microsoft ein milliardenschweres Abkommen über die Nutzung von Mistrals europäischer Infrastruktur und die tiefere Integration seiner Modelle geschlossen.
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