// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Nuvacore: Prozessor-Design erlaubt x86, Arm und RISC‑V auf einer Basis
Das Startup Nuvacore plant einen Prozessor ganz anderer Art: Er soll lediglich ein Basisdesign bieten und dadurch zu jedem Instruction Set passen. Denn auf dieses Basisdesign soll am Ende erst aufgelegt werden, ob es eine x86-CPU werden soll, oder doch ein Prozessor mit Arm-Kernen oder vielleicht der RISC-V-ISA.
Bisher gibt es nur vage Andeutungen und einen kleinen Teaser. Das Team will jedoch bei null anfangen, gewissermaßen auf einem Clean Sheet. Der „WarpCore“-Prozessor soll dabei die Trade-offs aktueller Lösungen adressieren: Power oder Performance, Flächenbedarf und/oder Kompatibilität, Spitzenwerte in Benchmarks oder doch dauerhafte Effizienz. In allen Bereichen gibt es aktuell stets eine vorab gewählte Priorität, die Nuvacore nun anders angehen möchte. Wie genau man dies umsetzen will, ist aber noch völlig unbekannt, denn auch Nuvacore dürfte an einigen physikalischen Grenzen nicht vorbeikommen.
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von X, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
We said we planned to rewrite the rules of silicon. We meant it. Today, we’re sharing the first details of our Core First approach. At NUVACORE, we can build a significant portion of the foundational CPU core IP before locking in an instruction set, giving our team the freedom… pic.twitter.com/Y5TJoAFdAH
Hinter Nuvacore steckt zu einem sehr großen Teil das ehemalige Team von Nuvia, dessen CPU-Architektur inzwischen in beinahe jedem Qualcomm-Chip steckt. Nuvia startete 2019 mit dem Ziel, den besten Serverprozessor zu entwickeln und setzte dafür letztlich auf die Arm-ISA. Nach der Übernahme durch Qualcomm kam die Architektur zunächst in Smartphones, später in PCs und nun bald auch in Servern zum Einsatz.
Kopf des Unternehmens ist CPU-Architekt Gerard Williams zusammen mit John Bruno und Ram Srinivasan. Williams ist insbesondere für seine Zeit zuvor bei Apple bekannt, wo er für neun Jahre Senior Director in Platform Architecture und damit Chefarchitekt aller CPU- und SoC-Entwicklungen ab dem Apple A7, dem ersten 64-Bit-Arm-Prozessor für Smartphones, war. Er leitete die Entwicklungen aller CPU-Kerne wie Cyclone, Typhoon, Twister, Hurricane, Monsoon, Vortex, Lightning und Firestorm und war auch für die ersten Apple-Silicon-Plattformen M1 Pro, M1 Max und M1 Ultra verantwortlich.
Damals war das Ziel letztlich schon, einen CPU-Kern für „alle“ Bereiche zu entwickeln, was bei Qualcomm nun letztlich sogar funktioniert hat. Der Fokus liegt voll auf einer CPU, die für das KI-Zeitalter gedacht ist. Hier dürfte natürlich erneut erst einmal das Serversegment im Fokus liegen – aber genauso startete „Phoenix“ 2019 ja auch einmal.
Die ComputerBase-Redaktion dankt w0mbat für den Hinweis zu der Meldung!