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Bericht: Apple unter John Ternus soll schneller werden
In diversen Produktkategorien müssen User bei Apple lange mit alter Hardware vorliebnehmen. Unter dem neuen Apple-CEO soll sich das ändern, so ein Bericht.
Apple-Chef John Ternus, hier bei der Vorstellung des iPhone Duo im September.
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Der neue Apple-Chef John Ternus will die Produktentwicklung beschleunigen. Dabei soll der Konzern weniger Event-gesteuert agieren, also neue Geräte nicht nur im Frühjahr und Herbst herausbringen, sondern regelmäßiger, heißt es in einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, der sich auf Insider beruft. Gleichzeitig soll der iPhone-Hersteller durch die Streichung mittlerer Managementstrukturen agiler werden, um die tatsächlichen Ingenieure näher an die Bosse heranzubringen. Apple solle unter Ternus zudem „experimenteller“ werden, um im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wettbewerbsfähig zu bleiben. KI soll auch dabei helfen, Produkte schneller zu entwickeln und Mitarbeitern Arbeit abzunehmen. Angeblich kam es bereits zu ersten Umstrukturierungen, die auch zu Entlassungen führen könnten.
Tatsächlich muss Apple schon seit Längerem mit Kritik an langen Produktzyklen umgehen. Insbesondere Geräte aus der Zubehörkategorie, aber auch manche Macs, bleiben teils über Jahre unverändert im Programm, wobei dafür zuletzt sogar die Preise erhöht wurden. Hardware wie die HomePod-mini-Lautsprecher sind seit 2020 unverändert im Angebot, das „aktuelle“ Apple TV 4K seit 2022. Code-Funden zufolge könnten Nachfolger beider Geräte allerdings im Oktober erscheinen. Zum Kauf empfehlen kann man diese Altware nicht mehr, es gibt aber von Apple selbst schlicht keine Alternativen, sollte die Hardware einmal kaputtgehen.
Beim Mac warteten Nutzer über Jahre auf ein neues Mac-Pro-Modell, bevor sich Apple entschloss, die Produktreihe vollständig einzustellen. Das Pro Display XDR blieb gut sechs Jahre lang zu einem enorm hohen Preis unverändert im Programm. Beim MacBook Ultra, dem ersten OLED-MacBook mit Touchscreen geplant für Oktober, rechnen Beobachter damit, dass dort die bereits vom M6 überholten M5-Max- und M5-Pro-Chips verbaut werden, da Apple beim M6 keine Max- und Pro-Varianten umsetzen konnte.
Unter Ternus soll Apple nun „das Angebot an Produkten verbreitern“ und insgesamt eine „schlankere Organisation mit größerem Fokus auf das Engineering“ werden, schreibt Bloomberg. Der neue CEO glaube zudem daran, dass Apple „weniger Leute einstellen“ solle, zudem „mehr von vorhandenen Ingenieuren verlangen“ müsse.
Bei einer Präsentation habe Ternus mitgeteilt, „dass die Firma mit weniger Mitarbeitern mehr erreichen“ müsse. Tatsächlich sei es inzwischen „hektisch“ bei Apple geworden, so eine mit den Umbaumaßnahmen vertraute Person. „Alles ist deutlich mehr Hands-on, als es zuvor war.“ Die Frage ist allerdings, ob es dem Konzern gelingt, bisherige Praktiken wirklich nachhaltig zu ändern.
Grundsätzlich scheint zu gelten: Das Management geht, womöglich in Anlehnung an frühere Zeiten unter Tim-Cook-Vorgänger Steve Jobs, tiefer in die Produktentwicklung hinein. Die dortigen Manager seien aufgefordert, „mehr Produkte häufiger und in kürzeren Zeitabständen“ zu liefern. Gleichzeitig will Ternus zusammen mit Dienstechef Eddy Cue mehr Geld aus vorhandenen Diensten ziehen. Auch Finanzchef Kevan Parekh sei hier involviert, dabei geht es unter anderem um den App Store sowie ganz neue Bezahldienste. In welche Richtung das gehen könnte, zeigen etwa die neuen KI-Beschreibungen für Apples HomeKit Secure Video, bei denen sich der Konzern äußerst knausrig gibt, für fünf Kameras etwa 60 Euro im Monat verlangt.
Laut Bloomberg kam es zudem schon zu internen Sparmaßnahmen. Mehrere Programmmanager aus der Hardware-Entwicklung seien aufgefordert worden, sich innerhalb weniger Wochen intern neue Jobs zu suchen, um nicht entlassen zu werden. Weitere Kürzungen betrafen Teams wie Siri, Vision Pro,