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Schluss mit 2,4 GHz: SteelSeries setzt bei Gaming-Mäusen auf Ultrabreitband
Mit Sensei Pro und Rival Pro bringt SteelSeries vier Gaming-Mäuse auf den Markt, die drahtlos nicht mehr im üblichen 2,4-GHz-Band funken. UWB soll eine stabilere 8.000-Hz-Verbindung ermöglichen. Ob eine derart hohe Abfragerate in der Praxis überhaupt einen Vorteil bringt, ist allerdings eine andere Frage.
Bei drahtlosen Gaming-Mäusen ist 2,4-GHz-Funk seit Jahren der Standard. SteelSeries will bei der neuen Pro-Serie einen anderen Weg gehen und setzt auf Ultra Wideband, kurz UWB. Zum Einsatz kommt ein Frequenzbereich von 6,4 bis 9,056 GHz. Nach Angaben des Herstellers steht dadurch rund die 20-fache Bandbreite zur Verfügung.
Davon sollen insbesondere Umgebungen mit vielen Funkgeräten profitieren. Im 2,4-GHz-Band teilen sich Mäuse den Frequenzbereich unter anderem mit WLAN, Headsets, Tastaturen und weiteren Peripheriegeräten. SteelSeries verspricht für UWB deshalb eine weniger störanfällige Verbindung und will damit insbesondere eine dauerhaft stabile Abfragerate von 8.000 Hz ermöglichen.
Mit Sensei Pro, Sensei Pro Mini, Rival Pro und Rival Pro Mini umfasst die Serie vier Modelle. Sensei Pro und Sensei Pro Mini besitzen eine symmetrische Form, während Rival Pro und Rival Pro Mini ergonomisch ausgelegt sind. Die großen Modelle wiegen 53 Gramm, die Mini-Versionen 49 Gramm. Als Sensor dient der neue TrueMove 42K, für die Haupttasten kommen optische Schalter mit einer angegebenen Lebensdauer von 100 Millionen Klicks zum Einsatz.
Bei 8.000 Hz überträgt die Maus ihre Positionsdaten theoretisch alle 0,125 Millisekunden an den PC. Bei den üblichen 1.000 Hz liegt das Intervall bei einer Millisekunde. Die maximale Ersparnis beträgt damit entsprechend weniger als eine Millisekunde – und ob sich das tatsächlich bemerkbar macht, hängt stark von Spiel, Bildrate, Monitor und Eingabegerät ab.
Die Redaktion kam beim Test der Razer Viper 8KHz bereits 2021 zu dem Ergebnis, dass 8.000 Hz bei einer Maus mit einem entsprechend schnellen High-End-System durchaus spürbare Vorteile bringen können. Wesentlich skeptischer fiel im Juli 2026 der Test des GameSir G7 Pro 8K aus: Beim Controller war zwischen 1.000 und 8.000 Hz kein spürbarer Unterschied festzustellen. Beide Eingabegeräte lassen sich zwar nicht direkt gleichsetzen, die Tests zeigen aber, dass eine hohe Polling-Rate allein noch kein Garant für einen relevanten Vorteil ist.
Den Preis der hohen Abfragerate zeigt SteelSeries zudem selbst bei der Akkulaufzeit. Die beiden wechselbaren Akkus soll bei 1.000 Hz bis zu 60 Stunden durchhalten, bei 8.000 Hz sind es nur noch 16 Stunden. Dabei steckt eine Akku in der Maus, während der zweite geladen wird.
Sensei Pro, Sensei Pro Mini, Rival Pro und Rival Pro Mini sollen am 13. Oktober in den Handel kommen. Alle vier Varianten werden in Schwarz und Weiß angeboten und kosten unabhängig von Form und Größe jeweils 199,99 Euro. Vorbestellungen sind bereits möglich.