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OpenStack 2026.2 mit Fokus auf Sicherheit und KI-Infrastruktur
Die OpenStack-Community hat Version 2026.2 mit dem Codenamen „Hibiscus“ veröffentlicht. Die 34. Ausgabe der Open-Source-Cloud-Infrastruktur erweitert unter anderem Funktionen für vertrauliche Datenverarbeitung, Sicherheit sowie den Betrieb von KI- und High-Performance-Computing-Anwendungen.
Nach Angaben der OpenStack-Community beteiligten sich während des sechsmonatigen Entwicklungszyklus rund 600 Personen. Das entspricht einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber der Vorgängerversion 2026.1 „Gazpacho“. Die Entwickler brachten rund 11.500 Änderungen am Quellcode ein, 28 Prozent mehr als beim vorherigen Release.
Für automatisierte Tests führte das kontinuierliche Integrationssystem OpenDev Zuul während des Entwicklungszyklus rund 1,6 Millionen Jobs aus. In den vergangenen fünf Jahren waren es mehr als 14,2 Millionen Jobs.
Ein Schwerpunkt von „Hibiscus“ liegt auf Confidential Computing. OpenStack erweitert damit den Schutz sensibler Arbeitslasten auch gegenüber privilegierter Infrastruktur-Software. Nova unterstützt dafür AMD SEV-SNP und Intel TDX. Beide Technologien verschlüsseln Arbeitsspeicher auf Hardware-Ebene, verbessern die Isolation von Arbeitslasten und ermöglichen deren technische Überprüfung.
Für KI- und rechenintensive Anwendungen erweitern Nova und Cyborg die Unterstützung für vermittelte Geräte wie virtuelle GPUs (vGPUs). Manila unterstützt mit Weka und Lustre weitere parallele Dateisysteme für datenintensive KI-, Machine-Learning- und HPC-Anwendungen. Ironic und Nova verbessern zudem die Erfassung von Bare-Metal-Ressourcen für spezialisierte und unterschiedlich ausgestattete Rechner.
Auch die Ressourcennutzung in großen OpenStack-Umgebungen erhält Verbesserungen. Watcher kann Arbeitslasten stärker an aktueller Auslastung und reservierten Kapazitäten ausrichten und die Verwaltung ungenutzter Ressourcen automatisieren. Neutron reduziert den Speicherbedarf für die Überwachung hochverfügbarer Router nach Angaben der OpenStack-Community um mehr als das 15-Fache. Glance erweitert unter anderem den parallelen Import von Images sowie die Cache-Verwaltung und erleichtert damit die Verteilung von Images in größeren Infrastrukturen.
MongoDB hat die Version 9.0 seiner Datenbanksoftware allgemein verfügbar gemacht und zugleich eine öffentliche Vorschau der neuen Bereitstellungsoption Atlas Infinite gestartet.
Signal hat mit der iOS-Version 8.30 lokale Backups für iPhone und iPad eingeführt. Nutzer können damit eine verschlüsselte Kopie ihrer Signal-Daten direkt auf dem Gerät speichern und bei Bedarf wiederherstellen.
OpenProject 17.9 ergänzt die Projektmanagement-Software unter anderem um Funktionen für die Verbindung von Dokumentation und Aufgabenplanung.
Canonical hat Ubuntu 26.04.1 LTS veröffentlicht. Die Aktualisierung der im April erschienenen Langzeitversion Ubuntu 26.04 LTS bündelt Fehlerkorrekturen und weitere Verbesserungen, die seit dem Start der Version hinzugekommen sind.