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Ubisoft-Umbau: Massive Entertainment übernimmt Splinter Cell und kündigt neues Spiel an
Das Studio hinter The Division wächst zu einer zentralen Säule des Konzerns heran. Neben Ghost Recon entsteht dort mit March of Giants ein völlig neues Projekt.
Ubisoft weitet den Einflussbereich des schwedischen Entwicklers Massive Entertainment aus. Das Studio hinter der The-Division-Reihe, Star Wars Outlaws und Avatar: Frontiers of Pandora wächst damit zu einer zweiten zentralen Säule des Konzerns heran und übernimmt künftig weitere Studios und Spielemarken. Zudem gab Ubisoft bekannt, dass Massive an einem völlig neuen, eigenständigen Projekt namens March of Giants arbeitet.
Der bisherige Studio-Verbund "Creative House 2" schließt sich der erweiterten Marke Massive Entertainment an, wie das Unternehmen diese Woche ankündigte. Damit führt Massive Entertainment ab sofort auch die Marken Tom Clancy's Ghost Recon und Tom Clancy's Splinter Cell sowie mehrere internationale Entwicklerteams.
"Die Marke Massive Entertainment baut auf einer fast drei Jahrzehnte langen Tradition auf, die durch unsere Spiele und Technologien in Schweden gewachsen ist. Damit haben wir uns sowohl das Vertrauen der Spieler als auch die Anerkennung der Branche erarbeitet", heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Massive.
Im Zuge der Umstrukturierung übernimmt Christoph Hartmann die Rolle des General Managers von Massive Entertainment. Er hatte Anfang des Jahres bereits die Leitung von Ubisofts Creative House 2 angetreten. "Indem wir unsere Teams unter einer gemeinsamen Identität vereinen, führen wir die kreative Energie und das Know-how aus Montreal, Paris, Schweden und Toronto zusammen. So können wir die nächste Generation dieser legendären Franchises prägen, neue Spiele und Marken erschaffen und unsere Technologie sowie unser Handwerk weiter vorantreiben", sagt Hartmann.
Vor seiner Zeit bei Ubisoft war Christoph Hartmann ein echtes Branchenschwergewicht. Er gehörte zu den Mitbegründern des Publishers 2K Games und amtierte dort über ein Jahrzehnt als Präsident, wo er unter anderem den Aufstieg von Marken wie BioShock und Borderlands prägte.
Abgesehen vom Namen verriet Ubisoft noch keine weiteren Details zu March of Giants – außer, dass es sich um eine völlig neue Spieleidee handelt.
Der Schritt markiert eine weitere Etappe in Ubisofts anhaltender Konzernumstellung. Zuvor hatte der Publisher – nach einer Investition von 1,16 Milliarden Euro durch Tencent – das neue Tochterunternehmen Vantage Studios gegründet. Dieses betreut die größten Schwergewichte des Konzerns: Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six. Mit dem aktuellen Umbau etabliert Ubisoft Massive Entertainment als zweites großes Tochterunternehmen, das mehrere Top-Franchises leitet.
Im Zuge dieser Umstrukturierung kam es bei Ubisoft bereits zu mehreren Entlassungswellen. Im Januar schloss der Konzern seine Studios in Halifax und Stockholm und strich Stellen bei Ubisoft Abu Dhabi, RedLynx und sogar bei Massive Entertainment selbst. Im März entließ Ubisoft Berichten zufolge 105 Mitarbeiter beim Ghost-Recon-Studio Red Storm Entertainment und degradierte das Team zu einem reinen Support-Studio. Im Juni folgten die Schließungen der Niederlassungen in Winnipeg und Belgrad sowie ein Stellenabbau bei Ubisoft Barcelona, was insgesamt weitere 380 Entlassungen bedeutete.