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Schlechte Nachrichten: DRAM und NAND werden noch teurer
Noch ist kein Ende der Speicherkrise in Sicht. Daher überraschen weitere neue Prognosen für die Preisentwicklung bei DRAM und NAND im vierten Quartal 2026 nicht: Klassischer DRAM soll sich nochmals um 10 bis 15 Prozent verteuern, beim NAND werden Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent erwartet.
Das besagt die jüngste Marktanalyse von TrendForce. Gemeint sind dabei die Vertragspreise, die Hersteller für die Abnahme der Speicherchips bezahlen müssen.
Für herkömmlichen DRAM, also jenen Arbeitsspeicher, bei dem es sich nicht um High Bandwidth Memory (HBM) handelt. Gehen die Marktforscher von Preissteigerungen von 10 bis 15 Prozent aus. Auch wenn sich die Notebooks aufgrund gesunkener Nachfrage in den Lagern stapeln, sollen sich OEMs weiter „massiv“ mit Speicher eindecken, da sie davon ausgehen, dass DRAM auch 2027 knapp sein wird. Das wiederum stützt die hohen Preise.
Bei DRAM für Server wird von einer weiteren Unterversorgung ausgegangen. Die Nachfrage bleibt hoch und das gilt entsprechend für das weiterhin hohe Preisniveau. Da Produkte für Server priorisiert werden, fehlt es zudem in anderen Bereichen an Chips wie etwa auch bei DRAM für Smartphones.
Für den primär für KI-Beschleuniger genutzten HBM erwartet TrendForce weitere Preiserhöhungen in einem Bereich von 15 bis 20 Prozent.
Während PC-OEMs zumindest für den Rest des Jahres noch über ausreichend Lagerbestände an Client-SSDs verfügen sollen, steigt die Nachfrage nach NAND-Flash für Enterprise-SSDs weiter stark an – von einer gegenüber dem Vorjahr um über 80 Prozent gestiegenen Nachfrage ist in dem Bericht die Rede.
Insbesondere der Wechsel vom KI-Training zum Einsatz (Inference) sowie das Wachstum im Bereich der agentischen KI sorge für massiven Bedarf an großen Speichermengen. Diesen sollen verstärkt große SSDs mit QLC-Speicher decken. Ein Großteil des Angebots sei jedoch bereits vergriffen. Somit ziehen die Preise für NAND-Wafer weiter an und sollen mittlerweile „historische Höchststände“ erreicht haben.
Um Geld zu sparen, sollen einige Hersteller den Einsatz von günstigerem GDDR6 statt GDDR7 erwägen. Allerdings wird die GDDR6-Produktion immer weiter heruntergefahren, was wiederum für ein sinkendes Angebot sorgt. Selbst die Herstellung von GDDR7 bleibe begrenzt, da die Werke primär den besonders gefragten und lukrativen Server-DRAM fertigen. Demzufolge werde sich auch Grafikspeicher weiter verteuern.
Bereits gestern berichtet ComputerBase zusammenfassend über weitere Entwicklungen in der Branche. Micron machte dabei deutlich, dass es in den kommenden beiden Jahren noch zu einer Verschärfung im Markt kommen wird und die Nachfrage noch lange nicht gedeckt werden kann.