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Steam Deck: Valve zeigt Entwicklern die echten FPS der Spieler
Seit einiger Zeit liefert das Steam Deck anonymisierte Leistungsdaten an Valve. Entwickler verifizierter Spiele konnten daraus die durchschnittliche Bildrate ablesen. Nun geht Valve einen Schritt weiter und zeigt auch die Verteilung der gemessenen FPS – und damit deutlich genauer, wie Spiele auf dem Handheld tatsächlich laufen.
Valve hat das Steamworks-Dashboard um eine neue Auswertung für das Steam Deck erweitert. Entwickler von Spielen mit dem Status „Steam Deck Verified“ können dort fortan nicht mehr nur die durchschnittliche Bildrate ihrer Spiele einsehen, sondern auch deren Verteilung über unterschiedliche FPS-Bereiche. Das kündigt Valve in einem Beitrag der Steamworks-Entwickler an.
Die Daten stammen von Steam-Deck-Nutzern, die der Übermittlung anonymisierter Framerate-Daten zugestimmt haben. Valve zufolge hat sich eine Mehrheit der Nutzer dafür entschieden. Die gesammelten Werte werden nicht mit dem jeweiligen Steam-Konto verknüpft.
Das Erfassen solcher Leistungsdaten hatte Valve bereits Anfang des Jahres eingeführt. Seit April können Entwickler im Steamworks-Dashboard unter anderem die durchschnittliche Framerate der vergangenen 30 Tage und Rückmeldungen von Spielern einsehen. Die neue Verteilung soll nun ein wesentlich genaueres Bild davon liefern, wie ein Spiel in der Praxis auf dem Steam Deck läuft.
Eine niedrige Bildrate in der Statistik muss dabei nicht zwangsläufig auf Leistungsprobleme hindeuten. Besitzer des Steam Deck können die maximale Bildrate selbst begrenzen, um beispielsweise die Akkulaufzeit zu verlängern. Ein Spiel, das auf dem Steam Deck OLED grundsätzlich mit 90 FPS läuft, kann deshalb dennoch zahlreiche Sitzungen mit 30, 40 oder 60 FPS aufweisen.
Umgekehrt können auch Werte oberhalb der maximalen 60 FPS des Steam Deck LCD beziehungsweise 90 FPS des OLED-Modells auftauchen. Das ist etwa der Fall, wenn der Handheld über ein Dock mit einem externen Display mit höherer Bildwiederholfrequenz verbunden ist.
Valve weist außerdem darauf hin, dass die Telemetrie nicht ausschließlich tatsächliches Gameplay erfasst. Auch Ladebildschirme und andere Abschnitte, in denen die Bildrate kurzzeitig stark abfallen kann, fließen in die Statistik ein.
Für Entwickler soll die detailliertere Auswertung vor allem dabei helfen, Probleme zu erkennen, die ein Durchschnittswert verschleiern kann. Häufen sich Messungen unterhalb von 30 FPS und melden Spieler gleichzeitig Leistungs- oder Stabilitätsprobleme, könne dies laut Valve etwa ein Hinweis darauf sein, die Optimierung oder die voreingestellten Grafikoptionen zu überarbeiten.
Das spielt auch für die Steam-Deck-Verifizierung eine Rolle. Damit ein Spiel den Status „Verifiziert“ erhält, muss die Standardkonfiguration auf dem Handheld unter anderem eine spielbare Bildrate erreichen. Valve definiert diese mit mindestens 30 FPS bei 800p.
Das Verified-Programm betrifft inzwischen zudem weitere Valve-Hardware. Für die kommende Steam Machine und Steam Frame hat das Unternehmen das Prüfverfahren ebenfalls erweitert..